Schaufenster eines Reisebüros mit dem Schriftzug: „Fernweh hoffentlich bald wieder möglich“ (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Teuer oder eher günstig?

Karin Mayer   10.02.2021 | 09:08 Uhr

Normalerweise haben die Reisebüros im Januar oder Februar alle Hände voll zu tun, denn viele planen Anfang des Jahres ihren Sommerurlaub. Normalerweise, denn in diesem Jahr zögern wegen Corona noch viele bei der Urlaubsplanung. Was bedeutet das für die Reisepreise? Wird Urlaub 2021 teuer oder eher günstig?

In Zeiten von Corona wird deutlich weniger Urlaub gemacht. Im letzten Jahr gab es in der Reisebranche ein Umsatzminus von 80 Prozent. Die Reiseveranstalter hoffen nun, dass es in diesem Jahr besser wird.

Urlaubsland Deutschland

Das beliebteste Reiseziel der Deutschen ist: Deutschland. Und das nicht nur in Zeiten von Corona. Dabei würden aber weniger Pauschalreisen als vielmehr Hotel, Ferienwohnung oder Campingplatz gebucht, die Anfahrt erfolge meist mit dem eigenen Auto, sagt Kerstin Heinen vom Deutschen Reiseverband. Sie erwartet, dass es in diesem Sommer 2021 noch mehr Menschen als sonst an Nord- und Ostsee oder nach Bayern zieht.

Die Preise für Urlaub 2021

"Die Reisen innerhalb Deutschlands sind deutlich teurer als letztes Jahr", sagt Reisebüroinhaberin Gaby Paetow. Das gilt vor allem in den Sommerferien, also in der Hauptreisezeit. Anders sehe das bei Pauschalreisen aus. Sie habe verschiedene Reisen verglichen und die seien im Moment günstiger. Wie sich das noch entwickeln werde, könne sie jedoch nicht sagen, so Paetow.

Viele werden aber wegen Corona möglicherweise in diesem Jahr ganz auf die Urlaubsreise verzichten. Aktuell jedenfalls haben die Reisebüros kaum etwas zu tun. Etwa fünf Prozent ihres normalen Umsatzes macht Paetow zurzeit. Die Unsicherheit sei einfach noch zu groß, sagt sie.

Dabei gebe es seitens der Branche besondere Zusagen: "Bis 14 Tage vor Reiseantritt gehen die Kunden im Grunde gar kein Risiko ein, können kostenlos umbuchen oder stornieren gegen geringe Aufpreise."

Das Jahr der Flexibilität

2021 wird das Jahr der Flexibilität - auf Seiten der Anbieter, als auch auf Seiten der Kunden. Das sieht auch Kerstin Heinen vom Deutschen Reiseverband so. "Es wird relativ kurzfristig gebucht werden." Doch je kurzfristiger gebucht wird, desto teurer könnte es werden, wenn dann viele gleichzeitig auf die Idee kommen, noch ihren Sommerurlaub zu buchen.

Auch Thema auf SR 1 am 10.02.2021 in der Sendung 'Dein Morgen im Saarland'

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja