Bunte Schutzmaske (Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich)

Selbstgemachte Atemmasken made in Saarland

Patrick Wiermer   24.03.2020 | 13:00 Uhr

Corona zwingt die Menschen zurzeit, Zuhause zu bleiben. Eine Gruppe von Frauen aus Orscholz hat aus der Not eine Tugend gemacht und näht daheim Atemmasken. Diese sind zwar nicht für den medizinischen Bereich geeignet, aber für den Alltag durchaus.

Atemmasken - made in Heimarbeit
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Atemmasken - made in Heimarbeit
SR-Reporter Patrick Wiermer hat mit einer der Näherinnen gesprochen.

Die 39-Jährige Orscholzerin Marie-Anne arbeitet normalerweise für die Luxemburgische Staatsbahn. Zurzeit ist sie von ihrem Arbeitgeber freigestellt. Vor ein paar Jahre hatte sie mit dem Hobby Nähen angefangen. Zusammen mit anderen organisiert sie sich in Facebook-Gruppe „Wir.nähen.getrennt.zusammen“ - die inzwischen schon 70 Mitglieder hat. Etwa die Hälfe davon näht auch selbst.

Nun sitzt Marie-Anne täglich bis zu fünf Stunden an ihrer Nähmaschine um Atemmasken zu nähen. Die Masken sind natürlich nicht für den Einsatz im medizinischen Bereich geeignet und bieten auch keinen wirklichen Schutz gegen das Corona-Virus. Sie haben aber einen psychologischen Effekt. Eine solche Maske erinnere einen daran, dass man vermeiden sollte, sich ins Gesicht zu fassen und nebenbei biete sie ja auch ein klein wenig Spuckschutz.

Und da man sich in diesen Zeiten über alles Positive freut, näht Marie-Anne ihre Masken aus bunten Stoffen. Mit Basteldraht, den sie noch von der Weihnachtsdeko übrig hat, formt sie zudem noch Nasenklammern, damit die Masken besser auf der Nase sitzen.

Ein kreativer Umgang mit der Krise. Marie-Anne hofft, dass vielleicht auch noch andere ihre kreative Ader entdecken. Nähen lernen sei einfach, sagt sie.


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Auch Thema am 24.03.2020 auf SR 1 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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