Passagiere mit Gepäck (Foto: dpa)

Reiseabsagen aufgrund des Corona-Virus

  16.03.2020 | 13:00 Uhr

Die Corona-Krise hat auch erhebliche Auswirkungen auf bereits gebuchte Urlaubsreisen. Viele überlegen, ob sie diese in der aktuellen Situation nicht besser aus Sicherheitsgründen absagen sollen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gibt Tipps.

Wenn die Grenze geschlossen ist

Reiserücktritt bei weltweiter Reisewarnung
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Reiserücktritt bei weltweiter Reisewarnung
Hilft die weltweite Reisewarnung bei der Rückerstattung der Reisekosten? Marion Jungblut vom Bundesverband der Verbraucherzentralen gibt Antwort.

"Wenn die Grenze geschlossen wird, dann wird quasi die Reiseleitung gar nicht möglich", sagt Verbraucherschützerin Jennifer Kaiser. Bei einer Pauschalreise trete dann der so genannte "außergewöhnlicher, unvermeidbarer Umstand" ein. Der Reiseveranstalter müsse in diesem Fall die kompletten Reisekosten erstatten. Das gleiche gelte auch für einzeln gebuchte Leistungen - wenn man beispielsweise der Hotel nicht mehr erreichen kann. "Wir gehen davon aus, dass auch hier ein Wegfall der Geschäftsgrundlage vorliegt, die Reiseleistung nicht durchgeführt werden kann und aus diesem Grund eine kostenfreie Stornierungmöglichkeit vorliegen müsste."

Normalerweise bekommen man in diesen Fällen sein Geld zurück. Sollte man stattdessen eine Gutschein angeboten bekommen, müsse man diesen nicht nehmen, sagt Jennifer Kaiser.

Wer von sich aus eine Reise absagt

Geld zurück bei Reiseabsagen?
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Geld zurück bei Reiseabsagen?
Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Gespräch mit SR 1.

Wer für sich entschieden hat, aus Sicherheitsgründen eine Reise nicht anzutreten, der kann auf den Kosten sitzen bleiben. Wenn es keine Warnung des Auswärtigen Amtes gibt, keinen Einreisestopp und das Urlaubsziel sich nicht in einem Sperrgebiet befinde, dann sei die Reise im Grunde ja durchführbar und dann sei man sehr auf die Kulanz des Veranstalters angewiesen, sagt Verbraucherschützerin Kaiser.

Reisen innerhalb Deutschlands

Bei der Stornierung von Reisen innerhalb Deutschlands - weil man zum Beispiel die Zugfahrt scheut - hätten sich die Veranstalter bisher als sehr kulant gezeigt, so die Erfahrung der Verbraucherzentrale.


Weitere Infos zu diesem Thema:


Auch Thema auf SR 1 in der Sendung 'Hallo Saarland' am 16.03.2020.

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