Illingen Rathaus (Foto: SR/Axel Burmeister)

Hotspot Illingen

  14.10.2020 | 16:27 Uhr

Private Feiern können leicht zum 'Spreader-Event' werden. In Illingen hat eine solche wohl zum deutlichen Anstieg der Infektionszahlen geführt. Beweisen lässt sich das im Nachhinein aber nicht, so Illingens Bürgermeister König.

Neben dem Landkreis St. Wendel gelten inzwischen auch der Landkreis Merzig-Wadern und der Landkreis Neunkirchen als Corona-Risikogebiet.

Im Kreis Neunkirchen hatte sich zuletzt die Zahl der Infektionen im Laufe eines Tages mehr als verdoppelt und damit den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Als Hotspot gilt wahrscheinlich Illingen. Denn dort wurden am 13. Oktober 31 neue Infektionen gemeldet. Viele Betroffene sollen sich bei einer Trauerfeier angesteckt haben. "Aber es gibt keine gesicherten Nachweise dazu", so Illingens Bürgermeister Armin König im SR 1 Interview.

Der Illinger Bürgermeister Armin König im SR 1 Interview
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Der Illinger Bürgermeister Armin König im SR 1 Interview

Jetzt sei die Kontaktnachverfolgung besonders wichtig, damit es zu keiner weiteren Verbreitung des Virus komme. Dafür müsse genügend Personal eingesetzt werden, so König. Daher sollen aus seiner Verwaltung zusätzliche Mitarbeiter dafür eingesetzt werden und auch die Bundeswehr wird ein Kontingent stellen.

König appelliert auch an alle, die Coronaregeln und dabei ganz besonders die Abstandsregeln einzuhalten. Außerdem solle, wer krank ist, sich von anderen Menschen fern halten und zum Arzt gehen anstatt zur Arbeit.

Darüber hinaus erhofft sich König einheitliche Regelungen für private Feiern und Zusammenkünfte, für Verstöße gegen die Maskenpflicht und anderem: "Das würde uns vor Ort schon sehr helfen," so König, "denn dass wir an jedem einzelnen Ort und jeder einzelnen Gemeinde unsere eigenen Regeln aufstellen müssten und niemand genau weiß, ja, was gilt denn jetzt und was gilt nicht, das ist schon ein Problem."

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Auch Thema auf SR 1 am 14.10.2020 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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