Mutter hilft ihrem Kind beim Lernen (Foto: Pixabay/feelgoodjunkie)

Die neuen Regeln

  07.01.2021 | 10:27 Uhr

Wer darf sich jetzt noch mit wem treffen? Wie viel Kinder-Krankentagegeld gibt es und wer hat Anspruch darauf?

Besuche

Der bestehende Lockdown wird bis Ende Janaur verlängert und sogar noch verschärft. Dabei kommen immer wieder Fragen auf. Es gilt:

Ein Haushalt darf sich mit maximal einer Person aus einem weiteren Haushalt treffen. Bisher durften maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Das bedeutet: Zwei befreundete Paare dürfen sich demnach nicht mehr treffen. Ein Vier-Personen-Haushalt darf aber eine andere Person einladen.

Ob diese vier Personen umgekehrt auch zu der einen anderen Person zu Besuch kommen dürfen, ist nach dieser Regelung aber wohl ausgeschlossen.
Das würde bedeuten: Eine vierköpfige Familie darf zwar den alleinstehenden Opa einladen, aber umgekehrt nicht zu Viert den Opa besuchen.

Wie genau das im Saarland umgesetzt und interpretiert wird, ist aber noch nicht endgültig geklärt; denn es stehen noch die Beratungen im Ministerrat an. Zudem gab es im Saarland im April eine Entscheidung des saarländischen Verfassungsgerichtshofes, der die Treffen mit den engsten Familienangehörigen explizit geschützt hat.

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Carolin Dylla hat Antworten.

Kinderbetreuung

Für Kitas und Schulen gibt es weiterhin nur eine Notbetreuung. Das heißt, in den Schulen wird es im Januar keinen Präsenzunterricht geben; die bisher geltende Regel bleibt bestehen: Wer IRGENDWIE kann, soll seine Kinder zuhause betreuen.

Dafür wurde das so genannte Kinder-Krankengeld ausgeweitet: Für Kinder unter 12 Jahren kann jedes Elternteil für zehn zusätzliche Tage Kinderkrankengeld beantragen, insgesamt also jedes Elternteil für 20 Tage. Alleinerziehende bekommen es für 20 Tage extra im Kalenderjahr, also insgesamt für 40 Tage.

Und dieses Geld soll nicht nur gezahlt werden, wenn das Kind krank ist, sondern die gesetzlichen Krankenkassen sollen auch zahlen, wenn die Kinder zuhause betreut werden sollen, und zwar – laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) – auch, wenn die Eltern im Home-Office arbeiten. Und: Es gibt keine Einschränkung auf so genannte „systemrelevante“ Berufsgruppen. Diese Regelung ist allerdings noch nicht in Kraft gesetzt.


Das funktioniert allerdings nicht, wenn Eltern zum Beispiel berufsbedingt privat versichert sind, die Kinder aber gesetzlich – oder umgekehrt. Daher sollte man am besten direkt bei seiner Krankenkasse nachfragen.


Auch Thema auf SR 1 am 06.01.2021 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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