Clubhouse App (Foto: SR/Weber Katharina)

Hype um die Clubhouse-App

  25.01.2021 | 14:23 Uhr

Die neue App am Chat-Himmel heißt Clubhouse! Eine Plattform für Live-Podcasts oder Live-Telefonkonferenzen. Allerdings kommt man momentan nur mit Einladung rein. Was kann die App und wie funktioniert sie? Unser Netzexperte Robert Hecklau hat sich das genauer angesehen.

Was ist 'Clubhouse' überhaupt?

Hype um die Clubhouse-App
Audio
Hype um die Clubhouse-App

Die Trend-App ist eine Art Audio-Chat-App mit verschiedenen virtuellen Räumen. Dort finden dann Gespräche statt, aber ohne Text und ohne Kamera, einfach nur mit dem Mikrofon, also quasi Audio only. Jeder Nutzer kann Räume eröffnen oder selbst welchen beitreten. Man kann zuerst einmal den Gesprächen zuhören, aber auch selbst das Wort ergreifen oder mitdiskutieren.

Die App gibt es derzeit nur für Apple-Endgeräte. Sie läuft auf dem iPhone, dem iPad und dem iPod touch. Als Betriebssystem erfordert sie iOs 13.0 oder neuer. Eine Android-Version (also für z.B. Samsung-Smartphones) gibt es bislang nicht.

Wie kommt man rein?

Clubhouse ist zwar kostenlos, man kommt aber nur in die App, wenn man von Freunden dazu eingeladen wird. Das bedeutet, dass sich nicht jeder einfach dort anmelden kann, um die App zu testen. Mit dem Prinzip dieser künstlichen Verknappung möchten die Betreiber einen Hype generieren, was im Moment auch ganz gut klappt. Die Einladungscodes sind sogar so begehrt, dass sie schon mal bei eBay für bis zu 50 Euro gehandelt werden. Unser Netzexperte Robert Hecklau empfiehlt allerdings, sich das Geld zu sparen und abzuwarten. Denn wahrscheinlich wird es bald deutlich einfacher bei Clubhouse einzusteigen. Spätestens dann, wenn der Hype vorbei ist und sich die Betreiber wünschen, dass mehr Leute mitmachen.

Man kann sich aber auch, wenn man noch keine Einladung hat, mit der eigenen Nummer anmelden. Andere Nutzer, in deren Kontaktliste bzw. Telefonbuch man steht, sehen dann, dass man auf eine Einladung wartet. Wenn man dann selbst drin ist, kann man noch weitere Leute einladen.

Kritik an der App?

Ein Kritikpunkt ist: Die App verlangt, dass man das Adressbuch mit ihr teilt. Das kann man aber ablehen und sollte es auch, rät unser Netzexperte, denn sonst sammelt die App alle Kontaktdaten aus dem Telefon und speichert so auch Profile von Nutzern, die gar nichts mit der App zu tun haben.

Im übrigen werden alle Gespräche auch mitgeschnitten. Clubhouse will so checken, dass alle die Community Guidelines einhalten.

Wer nutzt die App schon?

Über den Hashtag #Clubhouse kann man schon bei Twitter so ein bisschen checken, wer alles angemeldet ist.  Dazu zählen zum Beispiel Promis wie Ashton Kutcher und Oprah Winfrey, Elyas M'Barek und Thomas Gottschalk oder auch Joko Winterscheid. Ein paar Politiker sind ebenfalls schon im Clubhouse-Fieber: Christian Lindner hat schon an einer Live-Gesprächsrunde teilgenommen und auch Fridays for Future-Aktivistin Luisa Neubauer ist schon am Start.

Weitere Informationen

tagesschau.de
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Auch Thema auf SR 1 am 22.01.2021 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen' und am 25.01.2021 in der Sendung 'Abendrot' .

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