Click & Collect (Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON)

Click & Collect: die Einkauf-Alternative im Lockdown

  24.02.2021 | 09:28 Uhr

Die Geschäfte sind geschlossen. Daher gehen immer mehr Händler einen anderen Weg: Bei 'Click & Collect' können Kunden ihre Ware online bestellen und dann kontaktlos abholen. Doch worauf muss der Verbraucher dabei achten?

Was bedeutet "Click & Collect"?

Click & Collect: die Einkauf-Alternative im Lockdown
Audio [29.01.2021]
Click & Collect: die Einkauf-Alternative im Lockdown

'Click & Collect' ist derzeit eine gute Möglichkeit, den lokalen Einzelhandel zu unterstützen, statt bei großen Online-Anbietern zu bestellen. Deshalb bieten inzwischen immer mehr Händler diesen Service an. Denn Abhol- und Lieferdienste sind im Saarland weiterhin erlaubt.

Der Verbraucher kann bei 'Click & Collect' im Netz bestellen und anschließend die Ware ganz einfach kontaktlos abholen. In vielen Läden wird die bestellte Ware dann außerhalb der Geschäftsräume übergeben.

Angebot und Nachfrage beim Baumarkt

Click & Collect: Erfahrungen im Baumarkt
Audio
Click & Collect: Erfahrungen im Baumarkt

Angebot und Nachfrage sind beim Thema Click & Collect im Baumarkt unterschiedlich. Es wird fast alles nachgefragt, aber es ist nicht durchweg alles auch verfügbar.

Widerrufsrecht bei Online-Kauf

Auch bei 'Click & Collect' gilt das im Online-Handel übliche Widerrufsrecht von 14 Tagen. Im Normalfall heißt das, die Ware wird nach Hause geliefert, dort kann man sie in Ruhe prüfen und dann gegebenenfalls zurückschicken.

Entscheidend für das Widerrufsrecht ist dabei, dass die Ware online gekauft wurde, erklärt Désirée Fuchs von der Verbraucherzentrale Saarland: Wenn man am Schluss der Bestellung auf einen Button klickt, auf dem steht ‚kostenpflichtig bestellen‘ bzw. ‚kaufen‘, dann ist juristisch gesehen ein Kaufvertrag zustande gekommen. Wenn man danach auswählt, wo man die Ware abholt, dann spielt das keine Rolle, selbst wenn man die Ware erst vor Ort bezahlt. Der Vertrag an sich wurde über das Internet abgeschlossen. Daher hat man bei der Abholung auch ein 14-tägiges Widerrufsrecht, so Fuchs. Das gilt auch dann, wenn man telefonisch etwas klar und deutlich ordert.

Kein Widerrufsrecht bei Reservierungen

Oft haben kleinere Händler keinen großen Online-Shop, sondern bieten nur ein paar Waren auf ihrer Homepage, auf Facebook oder Instagram an. Man kann dann dort anrufen oder eine Nachricht schicken und etwas bestellen oder auch reservieren.

Auch in diesem Fall gilt: Solange man, zum Beispiel am Telefon, die Ware kauft, gilt ebenfalls die Widerrufsfrist von 14 Tagen.

Lässt man sich die Ware aber nur zurücklegen oder reservieren und trifft die endgültige Kaufentscheidung erst bei der Abholung, dann besteht dieses Widerrufsrecht nicht. In diesem Fall sollte man sich dann beim Händler darüber informieren, wie er einen Umtausch handhabt. Denn rein rechtlich hat man keinen Anspruch drauf. Viele Händler sind aber kulant.

Wie kann man den Kauf widerrufen?

Sollte ein Kunde nach einem 'Click & Collect'-Kauf innerhalb der 14-Tage-Frist von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen, kann er die Ware am Collect-Ort, also da, wo er sie abgeholt hat, auch wieder zurückgeben. Die andere Möglichkeit ist, sie an den Händler zurückzusenden.

Wer die Ware in den Laden zurückbringt, sollte sich vom Verkäufer unbedingt quittieren lassen, dass er die Ware zurückgegeben hat, rät die Verbraucherzentrale.

Wer die Ware zurücksendet, sollte sie am besten per Einschreiben verschicken. Und den Kauf auch schriftlich per E-Mail, Fax oder Brief widerrufen, damit der Händler darüber Bescheid weiß. Die Kosten für den Rückversand trägt dann grundsätzlich jedoch der Kunde, es sei denn, der Händler bietet aus Kulanz an, diese Kosten zu übernehmen.


Auch Thema auf SR 1 am 29.01.2021 in der Sendung 'Dein Morgen im Saarland'.

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