Weltkarte mit Kompass und Koffer (Foto: pixabay/stux)

Vom Saarländer zum „globalen Touristen“

  03.01.2019 | 00:00 Uhr

Rucksack packen, Wohnung und Job kündigen und dann los um die Welt! Das klingt nach einem ziemlich verrückten Plan – und genau diesen hat Chris Blank aus Saarbrücken gefasst. Er will aussteigen und sich die Welt ansehen.

Vom Saarländer zum „globalen Touristen“
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Vom Saarländer zum „globalen Touristen“

Ausgerüstet mit einem 110-Liter-Rucksack, gefüllt mit 24 Kilo an Kleidern und Equipment, und 200 Euro Startkapital startet Chris in einigen Tagen seine Reise. Zunächst geht es für drei Wochen nach Portugal, dort will er sein Konzept testen. Anschließend kommt er wieder für einige Tage nach Deutschland, um dann auch ein Zelt mitzunehmen. Danach wird es richtig ernst für ihn. Anfang Februar zieht es ihn zunächst mal nach Südostasien. Vietnam und Thailand stehen auf dem Plan.

Chris will die Welt sehen und zwar direkt vor Ort statt auf Fotos in Sozialen Medien. „Es ist noch mal was anderes, das Ganze persönlich zu sehen als auf Instagram oder in Videos. Man kann sich nur vorstellen, wie groß ein Berg ist, wenn man vor ihm steht.“

Mit Touristenvisum in Deutschland

Um sein Vorhaben umzusetzen, hat Chris seine Wohnung und seinen Job in Deutschland gekündigt. Damit gilt er hier als wohnungslos. Das heißt auch, er muss weder Steuern noch Krankenkasse bezahlen und sich nicht arbeitslos melden.

Der Haken ist jedoch, dass er sich in Deutschland als Deutscher nur noch mit Touristenvisum aufhalten darf. Das bedeutet dann, er darf nur 180 Tage im Jahr hier sein und auch nur maximal drei Monate am Stück. Das sollte jedoch fürs erste kein Problem sein: „Ich hab mir selbst die Challenge gesetzt, ein Jahr nicht nach Deutschland zu kommen.“

Geld verdienen mit Fotografie und Videos

Mit 200 Euro Startkapital wird Chris anfangen. Damit wird er zunächst über die Runden kommen. „Man muss seine Luxusansprüche zurückstellen.“ Übernachten wird Chris im Zelt, bei Bekannten und Freunden oder beispielsweise über Couchsurfing. Aber die 200 Euro werden auf Dauer natürlich knapp. Um Geld zu verdienen, will er zum Beispiel Fotografie anbieten. Aber auch durch Spenden soll sein Vorhaben finanziert werden. Auf seinem Blog kann man seine Reise außerdem mitverfolgen.


Zu Christophers Blog
> Life2Travel


Auch Thema auf SR 1 in der Sendung "Balser & Mark. Dein Morgen" am 03.01.2018.

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