Charité Intensiv: Station 43 (Foto: rbb/DOCDAYS/Carl Gierstorfer)

Charité intensiv: Station 43

  23.04.2021 | 13:28 Uhr

Die Charité ist eine der größten Universitätskliniken Europas. Durch die Corona-Pandemie steht auch sie vor völlig neuen Herausforderungen. In der Dokumentation "Charité intensiv: Station 43" wird die Intensivstation 43 einen Winter lang beobachtet und aufgezeigt, wie dort um das Leben der Covid19-Erkankten gekämpft wird. Zu sehen: jetzt im Fernsehen und alle Folgen auch in der ARD Mediathek!

"Charité intensiv" beleuchtet den Alltag einer der Intensivstationen der Charité, wo Tag und Nacht um das Leben von Covid19-Patienten gekämpft wird. Die Dokumentation verzichtet dabei auf Kommentare, beobachtet vielmehr ganz nah das Geschehen selbst. Das hat der Produzent und Filmemacher Carl Gierstorfer ganz bewusst entschieden, erklärt er: "Ich stehe ja meinem Medium sehr kritisch gegenüber, dem Bewegtbild mitunter. Nur da ist es tatsächlich so, dass wahrscheinlich nur die Bilder und Szenen transportieren können, was da passiert ist. Weil in Worte zu fassen, das vermag ich gar nicht."

Das Corona-Virus bringt die Ärzte und Pfleger trotz hochtechnisierter Intensivmedizin und größtem menschlichen Einsatz an ihre Grenzen. Die Situation ist nicht vergleichbar mit bisherigen Erfahrungen, weswegen bewährte Therapien nicht mehr genügen. Die Ärzte müssen immer wieder akzeptieren, dass sie nicht alle Erkrankten retten können: Todesfälle durch das Corona-Virus sind unvermeidbar. Für die Intensivmediziner war das die bisher brutalste Zeit ihres Lebens; das machen sie im Gespräch mit Carl Gierstorfer deutlich.

Charité intensiv: Station 43
Audio
Charité intensiv: Station 43
Der Autor der Doku, Carl Gierstorfer, im SR 1 Interview

Die Station 43, eine der Intensivstationen der Charité, wurde einen Winter lang beobachtet auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie. Autor Carl Gierstorfer war in der Drehzeit nach Weihnachten jeden Tag bis zu 16 Stunden auf der Station. Er hat mit den Patienten selbst gesprochen, mit dem Ärzteteam, persönliche Beziehungen aufgebaut und die Erkrankten sogar bei ihrem intimsten Moment begleitet - dem Sterben. So gewinnen die Zuschauer in insgesamt vier Folgen einen Einblick in diese Welt zwischen Leben und Tod:

Charité Intensiv: Station 43 (Foto: rbb/DOCDAYS/Carl Gierstorfer)


Folge 1 - Sterben

In der ersten Folge konzentriert sich die Doku vor allem auf das Versagen der Therapien und die unvermeidbaren Todesfälle.


Charité Intensiv: Station 43 (Foto: rbb/DOCDAYS/Carl Gierstorfer)


Folge 2 - Kämpfen

Mit allen Mitteln ringen sowohl die Ärzte als auch die Patienten selbst um ihr Leben.


Charité Intensiv: Station 43 (Foto: rbb/DOCDAYS/Carl Gierstorfer)


Folge 3 - Hoffen

Die Genesung von schwer erkrankten Corona-Patienten schenkt den Ärzten Hoffnung.


Charité Intensiv: Station 43 (Foto: rbb/DOCDAYS/Carl Gierstorfer)


Folge 4: Glauben

Die abflachende zweite Pandemiewelle lässt das Team der Charité-Station 43 Luft holen.


Jetzt schon sehen

Die einzelnen Folgen der vierteiligen Dokumentation im Auftrag des RBB werden am 14.04., 21.04. und 28.04. im rbb Fernsehen ausgestrahlt, jeweils ab 21 Uhr. Alle Folgen sind aber auch bereits in der ARD Mediathek abrufbar:

ARD Mediathek
Charité intensiv: Station 43
Einen Winter lang beobachtet die vierteilige Doku-Serie von Regisseur/Autor Carl Gierstorfer und Co-Autorin Mareike Müller eine Intensivstation der Charité auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie. Die Filme geben einen intimen Einblick in eine Welt im Grenzbereich zwischen Leben und Tod, die den meisten unbekannt ist.


Auch Thema auf SR 1 am 08.04.2021 in der Sendung 'Dein Vormittag im Saarland'.

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