Tech-Messe CES 2022 (Foto: picture alliance/dpa | Christoph Dernbach)

CES lässt uns in die technische Zukunft blicken

  05.01.2023 | 00:00 Uhr

Sie ist eine der weltgrößten Technologiemessen: die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Vom 5. bis 8. Januar 2023 präsentieren Aussteller ihre neuesten technischen Innovationen und Visionen. Nachdem die Messe 2020 nur virtuell und 2021 in reduzierter Form stattfand, hoffen die Veranstalter in diesem Jahr wieder auf geschäftiges Treiben und erwarten um die 100.000 Besucher.

Mehr als 3000 Aussteller zeigen auf der CES ihre neuesten Entwicklungen in Sachen Unterhaltungselektronik und Digitaltechnik. Künstliche Intelligenz ist aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken; auf der CES kann man sehen, in welche Richtung sich zum Beispiel Autos, Roboter oder auch Haushaltsgeräte in Zukunft weiterentwickeln können.

Visionen werden real

Im Fokus der Computertechnik und der CES steht unter anderem die Mobilität. Neue Generationen von Autos werden vorgestellt. Auch hier zieht die Computertechnik immer mehr ein. Neben Mercedes, Toyota, Honda und anderen stellt VW ein neues E-Auto vor und BMW präsentiert seine Zukunftsvision: Die ‚Neue Klasse 2025‘ soll Technik- wie auch Design-Vision sein. Die Windschutzscheibe zum Beispiel wird zum Display.

Außerdem auf der CES: größere, schärfere Fernseher. 8K-Auflösung soll für ein Seherlebnis wie im Kino sorgen, drehbare Bildschirme passen sich neuen Sehgewohnheiten an. Ein US-Startup präsentiert den ersten komplett kabellosen Fernseher, der mit wiederaufladbaren Batterien betrieben wird.

Die Messe stellt Kopfhörer vor, die das Gehörte übersetzen können. Und modulare Notebooks, die nachhaltiger sind, weil Teile repariert oder gegen modernere ausgetauscht werden können.

Ein Roboterhund, der auf Kommando hört, zeigt den Fortschritt in Sachen Sprachsteuerung, die darauf hinzielt, künftig jede Maschine nur mit der Stimme steuern zu können.

Auch kuriose Erfindungen

Zu den eher kuriosen Erfindungen gehören zum Beispiel ein Avocado-Reifetester, ein Baby-Geschrei-Übersetzer oder auch eine stimm- und geräuschabsorbierende Maske, durch die man den Träger nicht mehr hören kann, wenn er zum Beispiel ein Telefon benutzt.

Ein Besucher der Technikmesse CES 2023 probiert einen tragbaren drahtlosen EEG-Gehirnscanner  (Foto: picture alliance/dpa/AP | John Locher)

Zahlreiche Innovationen fallen auch in den Gesundheitsbereich wie zum Beispiel Kissen mit eingebauten Minigeräten, die Schnarch-Töne erkennen und unterdrücken sollen, Toiletten, die den Urin auf fehlende Nährstoffe testen, ein neuartiger Massagestuhl gegen Schmerzen von der Bildschirmarbeit oder auch ein Defibrillator für zuhause, der lebensrettend sein kann.

Auf dem Weg ins Metaverse

Noch in den Kinderschuhen steckt das von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg als ‚Zukunft des Internets‘ bezeichnete ‚Metaverse‘, eine digitale und interaktive Umgebung, die mit einer Virtual-Reality-Brille betreten werden kann. Darin können User als Avatare arbeiten, spielen, sich treffen oder einkaufen. Zum Metaverse zählen aber auch Anwendungen, bei denen digitale Informationen im realen Sichtfeld der Anwenderinnen und Anwender angezeigt werden.

Sony hat bereits vor Messebeginn die neue Virtual-Reality-Brille Playstation VR2 angekündigt, die im Februar auf den Markt kommen soll. In dem Headset sind unter anderem vier Kameras eingebettet, die Bewegungen des Controllers und der Spieler inklusive deren Blickrichtungen erfassen.

Eine gute Nachricht für die Technikhersteller hat die Messe auch: Der US-Elektronikverband rechnet noch in diesem Jahr mit einem Ende der Chipkrise.

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Auch Thema am 05.01.2023 in der Sendung 'SR 1 - Die Morningshow'.

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