Sebastian Langkamp (r) von Bremen berührt während des Spiels RB Leipzig -  (Foto: dpa/Jan Woitas)

Neue Fußball-Regeln

  14.08.2019 | 13:24 Uhr

Handspiel-Auslegung, gelbe und rote Karten für Trainer und Funktionäre, Regeln zur Spieler-Auswechslung - die wichtigsten Regeländerungen zum Start der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga-Saison.

Neue Regeln, mehr Transparenz beim Videobeweis, intensiverer Dialog mit den Vereinen - im Streben um mehr Gerechtigkeit geht der Fußball neue Wege.

Die wichtigsten Regeländerungen im Überblick:

Handspiel

Ein Hauptaugenmerk lag auf einer Präzisierung der Handspielregel. So werden künftig mit der Hand erzielte Tore prinzipiell aberkannt, auch wenn das versehentlich geschah.

Springt der Ball vom Körper oder Kopf eines abwehrenden Spielers an die eigene Hand, liegt laut neuer Regel kein Vergehen vor. Das gleiche gilt für den Fall, wenn ein Spieler den Ball im Fallen mit dem Arm berührt, der sich zum Abfangen des Sturzes zwischen Körper und Boden befindet.

Befindet sich der Arm jedoch oberhalb der Schulter, wird das bis auf wenige Ausnahmen geahndet. Um die Vereine in die Entscheidungsfindung einzubinden, wurden ihnen 40 "relevante Handspielsituationen" übermittelt, die von Trainer und Spieler bewertet werden sollten. Die nun vorgenommenen Präzisierungen sollen den Schiedsrichtern und Videoassistenten die Entscheidung erleichtern und leidige Diskussionen zur Auslegung dieser Regel vermindern.


Auswechslungen

Der Spieler, der ausgewechselt wird, muss den Rasen über die nächste Auslinie verlassen. Bisher wurde oft Zeit geschunden, wenn sich ein angeschlagener Profi quer über den Platz Richtung Bank schleppte.


Abwehrmauer bei Freistößen

Alle Spieler des angreifenden Teams müssen bei einem Freistoß einen Abstand von mindestens einem Meter zur Mauer einhalten. Bei der Ausführung eines Strafstoßes muss sich der Torhüter mindestens mit einem Teil seines Fußes auf oder über der Linie befinden und darf nicht hinter der Linie stehen.


Abstoß

Bei Abstößen ist der Ball im Spiel, sobald er mit dem Fuß gespielt wurde. Er muss den Strafraum dabei nicht verlassen. Damit haben die Mannschaften mehr spielerische Lösungen.


Strafstoß

Bei der Ausführung eines Strafstoßes muss sich der Torhüter mindestens mit einem Teil seines Fußes auf oder über der Linie befinden und er darf nicht hinter der Linie stehen. Bei der Frauen-WM wurde die Regel bereits angewandt und sorgte für viel Unmut, weil Torhüterinnen beim Verstoß mit Gelb bestraft wurden. Diese Konsequenz wurde beim Elfmeterschießen ausgesetzt, sonst hätte es schnell mal Gelb-Rot für die Keeperin gegeben.


Der Ball und der Schiedsrichter

Wenn der Ball den Unparteiischen berührt und danach ins Tor geht, dadurch der Ballbesitz wechselt oder ein Angriff gestartet wird, gibt es Schiedsrichterball. Bisher galt: Der Schiedsrichter ist Luft.


Gelbe und Rote Karten für Trainer und Betreuer

Auch die Trainer und Betreuer sind betroffen. Sie können bei unsportlichem Verhalten mit der Roten oder Gelben Karte bestraft werden. Der bei Rot vorgesehene Verweis auf die Tribüne ist mit einer Sperre von mindestens einem Spiel verbunden. Darüber hinaus plant die Deutsche Fußball Liga eine Sperre für die Trainer nach der vierten Gelben Karte.

(Quelle: sportschau.de/Juli2019)


Alle Infos zur neuen Fußball-Bundesliga-Saison: sportschau.de

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