Mann spendet Blut (Foto: dpa)

Mit Blutspenden Leben retten

  17.05.2019 | 18:49 Uhr

Das Saarland ist das Bundesland mit den wenigsten Blutspendern. Bei Unfällen oder schweren Erkrankungen sind die Spenden jedoch ernorm wichtig. Deshalb wollen saarländische Azubis jetzt mit dem Projekt "Zeige Mut - spende Blut" auf die wichtige Hilfsmaßnahme aufmerksam machen.

Es gibt zu wenige Blutspenden im Saarland. Und das, obwohl manche Operationen oder Behandlungen ohne Blutspenden nicht möglich sind. "Wir wollen Leute motivierten, in unsere Blutspendezentralen zu kommen", erzählt Kathrin Böhm, die derzeit eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin am Klinikum Saarbrücken Winterberg absolviert. "Es hilft Menschen, am Leben zu bleiben" - deshalb setzt sie sich mit ihren Mitschülern für die wichtige Hilfsmaßnahme ein.

Vom 20. bis 24. Mai findet die Aktion "Zeige Mut - spende Blut" an der Blutspendezentrale am Klinikum Winterberg, am Caritas Klinikum Saarbrücken und im Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern statt. Dort kann von 20.5.2019 bis 22.5.2019 Blut gespendet werden. Wer das verdiente Geld nach der Blutspende nicht behalten möchte, kann auch das vor Ort für einen guten Zweck spenden. Der Erlös geht an eine Kinderkrebstation und ein Kinderhospiz in Homburg.

Zeige Mut - Spende Blut!
Audio
Zeige Mut - Spende Blut!
SR 1 Moderator Daniel Simarro haben die Azubis ihre Aktion näher erläuert.


Wer kann Blut spenden?

Jeder Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren kann Blut spenden. Dabei ist zu beachten, dass man über 50 Kilo wiegen und sich in einer gesundheitlich guten Verfassung befinden muss. Größere operative Eingriffe sowie das Stechen von Piercings und Tattoos müssen mehr als sechs Monate her sein. Der Abstand zwischen zwei Blutspenden sollte bei Frauen mindestens 12 Wochen, bei Männern acht Wochen betragen.

Bei einer Blutspende wird nur eine geringe Menge an Blut, circa 450 - 460 ml, entnommen. Schädlich für die eigene Gesundheit ist das nicht: ganz im Gegenteil. Es beeinflusst unseren Kreislauf sogar positiv, denn durch die geringe Abnahme des Blutes kann er sich besser aufrecht erhalten und den Aufbau der Blutkörperchen trainieren.


Auch Thema auf SR 1 am 17.05.2019 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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