Fleischloser Burger (Foto: imago images / ZUMA Press)

Beyond Meat im Trend

  05.08.2019 | 14:02 Uhr

Sie sind rein pflanzlich, schmecken aber fast wie Fleisch: Veggie-Burger wie Beyond Meat werden immer beliebter. Nicht nur Veganer und Vegetarier greifen zur Fleischalternative.

Im ersten Halbjahr 2019 wurden in Deutschland 12.500 Tonnen Fleisch- und Wurstersatzprodukte gekauft. Veggie-Alternativen sind kein Nischenthema mehr, sondern haben den Weg in die Discounterregale gefunden.

Der Hype schwappt nach Deutschland

Beyond Meat wird in Kalifornien produziert. Seit 2018 gibt's das Fleischimitat auch in Deutschland. Verschiedene Burgerketten haben den Hype erkannt und die neuen Veggie-Burger auf die Karte geschrieben. Als Lidl im Mai im Rahmen einer Aktion Beyond-Meat-Burger im Angebot hatte, war der Ansturm groß: Sie waren schnell ausverkauft, trotz des vergleichsweise hohen Preises von fünf Euro für zwei Pattys. Mittlerweile hat der Discounter mit dem "Next Level Burger" ein eigenes, günstigeres Fleischersatzprodukt hergestellt und Aldi hat mit dem "Wonder Burger" nachgezogen. Jeweils rund drei Euro kosten die Packungen.

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Erbsen, rote Beete - und viele Zusatzstoffe

Die Fleischimitate werden auf Basis von pflanzlichen Eiweißen hergestellt. Bei Beyond Meat wird das Protein aus Erbsen gewonnen, beim Next Level Burger sind zusätzlich Champignons, Soja und Weizen verarbeitet und beim Wonder Burger dient Sojaprotein als Basis. Durch spezielle Herstellungsverfahren wird eine fleischähnliche Konsistenz erreicht. Die passende Farbe wird mit Rote-Beete-Saft erzeugt und zahlreiche Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker und Stabilisatoren sorgen für fleischähnlichen Geschmack.

Ist das gesund?

Die Veggie-Burger sind zwar rein pflanzlich, aber hochgradig verarbeitet und mit Zusatzstoffen gespickt. Doch auch Fleisch, vor allem rotes, hat ungesunde Inhaltsstoffe wie z.B. ungesättigte Fettsäuren, gibt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg zu bedenken. Vergleicht man den Gehalt an Fett, Zucker, Salz und Eiweiß, kommen Fleisch und Beyond Meat laut Schwartau auf ganz ähnliche Werte. Ebenso bei den Nährwerten: in 100 Gramm stecken jeweils rund 250 Kalorien. "Wir haben gar keine gesundheitlichen Bedenken, zumal man die [fleischlosen Burger] ja auch nicht jeden Tag isst", sagt Schwartau.

Und umweltfreundlich?

Aus ökologischer Sicht dürften die Fleischersatz-Burger immer besser abschneiden als ihre Pendants aus Rindfleisch - sogar das original Beyond Meat, das in den USA hergestellt wird und lange Transportwege zurücklegen muss. Denn für die Rinderzucht werden besonders große Flächen und Wassermengen benötigt und der Ausstoß an Klimagasen ist hoch.