Grafik: Hausstaubmilbe unerwünscht (Foto: imago images/ Phantermedia)

So wird es für Milben ungemütlich

  11.12.2020 | 21:39 Uhr

Zwischen zwei und zehn Millionen Milben können sich in einem Bett tummeln. Diese kleinen unerwünschten Besucher stammen aus der Unterklasse der Spinnen. Sie sind zwar ungefährlich, aber nicht ganz harmlos, denn sie können Allergikern große Probleme bereiten. Was hilft dagegen? Einfach das Bett nicht machen ...

Winzige Mitbewohner

Mit bloßem Auge sind sie nicht zu entdecken, denn Milben sind nur 0,1 bis 0,5 Millimeter groß. Sie ernähren sich unter anderem von menschlichen Hautschuppen. Außerdem mögen sie es gerne warm und feucht. Bei einer Temperatur um die 25 Grad und bei einer Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80 Prozent fühlen sie sich am wohlsten. Optimale Bedingungen finden sie daher in unseren Betten. Und sind damit praktisch unvermeidbare Gäste.

Im Grunde sind die winzigen Tiere harmlos. Allerdings scheiden sie in den drei bis vier Monaten, die ihr Leben dauert, ungefähr das 200-fache ihres Körpergewichts in Form von Kot aus. Und der kann in Verbindung mit Hausstaub allergische Reaktionen auslösen.

Gegenmaßnahmen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Milben das Leben schwer zu machen:

  • Um einer feuchten und warmen Umgebung vorzubeugen, empfiehlt sich häufiges Lüften des Schlafzimmers und eine Raumtemperatur von 18° Celsius.

  • Bettwäsche sollte regelmäßig mit einer Temperatur von mindestens 60° Celsius gewaschen werden; das tötet die Milben nahezu vollständig ab.

  • Empfindliche Textilien oder auch Plüschtiere, die nicht bei 60° C waschbar sind, über Nacht in den Gefrierschrank legen. Danach einfach absaugen. Denn bei Minustemperaturen sterben die Tiere ab.

  • Allergiker-Bettwäsche aufziehen; die hat eine so engmaschige Oberfläche mit sehr feinen Poren, dass die Milben sie nicht durchdringen können. So kommt man nicht mit ihrem Kot in Berührung.

Auch ein ungemachtes Bett kann helfen

Eine wissenschaftliche Studie der Kingston Universität in London hat es ans Licht gebracht: Die Ausbreitung von Milben kann man auch verhindern, indem man das Bett tagsüber aufgeschlagen lässt. So kann die Feuchtigkeit entweichen, die Milben können dehydrieren und dadurch sogar absterben.

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Morgenmuffeln kommt der Rat Londoner Forscher durchaus entgegen.


Weitere Informationen

planet-wissen.de
Hausstaubmilben
Sie sind winzig klein, ihre Wirkung auf manche Menschen jedoch ist riesig: Allergiker haben oft ganzjährig mit den Symptomen der Hausstaubmilben-Allergie zu kämpfen. Sie reagieren auf den Kot der Milbe in Verbindung mit Hausstaub.


Auch Thema auf SR 1 am 07.12.2020 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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