Azubis gesucht (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Martin Schutt)

Azubis dringend gesucht!

  12.09.2022 | 00:00 Uhr

Bäcker, Dachdecker, Elektroniker - Kaum ein Jugendlicher will heute noch ein Handwerk erlernen. Dabei werden Handwerker dringend gebraucht. Und nicht nur sie, auch in der Pflege und in der Industrie fehlt der Nachwuchs. SR 1 stellt daher einige Berufe vor, in denen noch Auszubildende gesucht werden.

Vielen Unternehmen und Betrieben fehlt es an Fachkräften. Alleine im Bereich Klima - Sanitär - Heizungstechnik - Elektrotechnik schätzt man den Bedarf auf rund 30.000 zusätzliche Arbeitskräfte, um die Energiewende umzusetzen, so der Hauptgeschäftsführer der saarländischen Handwerkskammer, Bernd Reis. Gebraucht werden aber auch Bäcker, Konditoren, Metzger, Fachkräfte im Metallbau und viele andere.

Interview mit Bernd Reis von der HWK
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Interview mit Bernd Reis von der HWK
Fachkräftemangel bereitet Probleme.

Die Unternehmen würden auch gerne Nachwuchskräfte ausbilden, es fehlt jedoch an Interessenten. Das gilt für viele Branchen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit haben die Unternehmen im Saarland für das neue Ausbildungsjahr 6000 Plätze gemeldet. Demgegenüber haben sich von Oktober 2021 bis April 2022 nur rund 3500 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz an die Bundesagentur gewandt.

Interview mit Peter Nagel von der IHK
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Interview mit Peter Nagel von der IHK
Sorge um die saarländische Wirtschaft

Viele Jugendliche wollen lieber studieren als einen handwerklichen Beruf zu erlernen. Hinzu kommt, dass während der Corona-Pandemie Ausbildungsmessen ausgefallen sind und sich die Betriebe auch nicht in den Schulen präsentieren konnten. SR 1 stellt daher in einer kleinen Serie einige Berufe vor, in denen noch dringend Auszubildende gesucht werden.

Azubis dringend gesucht:


Kfz-Mechatroniker/in

Kraftfahrzeugmechatroniker/innen mit dem Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik warten Fahrzeuge, prüfen die fahrzeugtechnischen Systeme, führen Reparaturen aus und rüsten die Fahrzeuge mit Zusatzeinrichtungen, Sonderausstattungen und Zubehörteilen aus. Sie kontrollieren auch, ob die straßenverkehrsrechtlichen Vor-
schriften eingehalten werden, führen Probefahrten und Abgasmessungen durch.

Azubis gesucht: Kfz-Mechatroniker/in
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Azubis gesucht: Kfz-Mechatroniker/in

Die Arbeit an Autos hat sich in der Vergangenheit stark verändert. Zwar gehören auch immer noch handwerkliche Tätigkeiten dazu, doch ohne Computertechnik geht heutzutage nichts mehr. Im Unterschied zum früheren Kfz-Mechaniker sind Kfz-Mechatroniker heute deshalb auch Systemtechniker: Sie führen am Auto zunächst mittels moderner Prüfgeräte eine Fehlerdiagnose durch. Bei der Fehlerbehebung geht es dann meist um elektronische Bauteile, die mechanische Teile kontrollieren und steuern.

Kraftfahrzeugmechatroniker/innen arbeiten in der Regel in Kfz-Werkstätten und bei Kraftfahrzeug-Herstellern.

Weitere Fachrichtungen sind: Karrosserietechnik, Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik sowie System- und Hochvolttechnik.

Dauer der Ausbildung: 3,5 Jahre

Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Für diesen Beruf braucht man technisches Verständnis und handwerkliches Geschick, Interesse an EDV, Freude an Teamarbeit und die Bereitschaft, auch weiterhin immer wieder Neues zu lernen.

Ein Tag als Azubi: Kfz-Mechatronikerin
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Ein Tag als Azubi: Kfz-Mechatronikerin
SR Reporterin Maureen Welter hat die Service-Auto-Garage Hein und Montnache in Rehlingen-Siersburg besucht und dabei Azubi Tarik und Geselle Lars über die Schulter geschaut.

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Bäcker/in

Ein/e Bäcker/in stellt aus hochwertigen Rohstoffen und nach genauen Rezepturen eine breite Produktpalette von Backwaren her: Brote, Brötchen oder Süßspeisen – mit Sorgfalt und Fingerfertigkeit werden Klassiker gebacken und neue Leckereien kreiert. Dabei sind lebensmittelrechliche Vorschriften einzuhalten.

Azubis gesucht: in der Bäckerei
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Azubis gesucht: in der Bäckerei

Bäcker/innen arbeiten unter anderem in handwerklichen Bäckereien, in industriellen Großbäckereien, aber auch in der Gastronomie und im Catering.

Dauer der Ausbildung: 3 Jahre

Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.

Der Beruf als Bäcker/in ist nichts für Langschläfer und Morgenmuffel. Denn damit das Backwerk morgens früh bereits fertig duftet, geht die Arbeit in der Backstube schon in der Nacht ab 1:30 Uhr los. Dann wird der Teig für Brot, Brötchen & Co frisch zubereitet.

Dazu braucht man handwerkliches Geschick, auch Sorgfalt und Kreativität sind gefragt. Außerdem sollte man gerne im Team arbeiten und sich auch für neue Ernährungstrends interessieren.

Ein Tag als Azubi: Bäckerin
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Ein Tag als Azubi: Bäckerin
SR 1 Reporterin Maureen Welter hat in der Backstube von Thomas Mischo in Gersheim mitgearbeitet und gelernt, wie man Brezeln richtig schlingt.

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Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik

Zwei angehende Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik sind mit einer automatischen Steuerung befasst (Foto: picture alliance / dpa | Hendrik Schmidt)

Ohne Elektrotechnik geht in unserem Alltag heute so gut wie nichts mehr. Die Heizungsanlage regelt sich selbst, die Rollläden schließen sich abends automatisch - das und mehr machen Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik möglich. Denn sie kümmern sich um alles, was in einem Gebäude mit Strom zu tun hat. Von der einfachen Steckdose über die Beleuchtung bis hin zum Smart Home kümmern sie sich um alle elektrotechnischen Anlagen wie zum Beispiel Sicherungen und Anschlüsse für Waschmaschinen und Herde, um Steuerungs- und Regelungseinrichtungen für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen und vieles andere mehr.

Azubi gesucht: Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik
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Azubi gesucht: Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik
Jonas macht eine Ausbildung bei Team Schmidt in Püttlingen.

Dauer der Ausbildung: 3,5 Jahre

Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Handwerkliches Geschick und eine sorgfältige Arbeitsweise sind genauso gefragt wie Teamfähigkeit und ein gewisses Organisationstalent, um z.B. planen und vorausschauend arbeiten zu können. Technisches Verständnis, Interesse an Mathe und Physik sollte man mitbringen, damit der Beruf Spaß macht. Elektronische Systeme werden mit Computerprogrammen gesteuert; in diesem Bereich hat man auch mit Programmierung und Konfiguration von Systemen zu tun.

Ein Tag als Azubi: Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik
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Ein Tag als Azubi: Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik
Eine Ladestation für ein Elektroauto - wie das geht, hat sich SR-Reporterin Maureen Welter bei der Firma Team Schmidt in Püttlingen angeschaut - und zusammen mit Azubi Jonas Fellinger auch selbst mit Hand angelegt.

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Pflegefachfrau/-mann

Altenpflegerin (Foto: dpa/Jens Kalaene)

Pflegefachkräfte pflegen, betreuen und beraten unter anderem hilfsbedürftige ältere Menschen. Dabei unterstützen sie diese bei Verrichtungen des täglichen Lebens, etwa bei der Körperpflege, beim Essen oder beim Anziehen. Sie sprechen mit ihnen über persönliche Angelegenheiten, motivieren sie zu aktiver Freizeitgestaltung und begleiten sie bei Behördengängen oder Arztbesuchen.

Vor allem bei der ambulanten Pflege arbeiten Pflegefachkräfte auch mit Angehörigen zusammen und unterweisen diese zum Beispiel in Pflegetechniken. In der Behandlungspflege und Rehabilitation nehmen sie auch therapeutische bzw. medizinisch-pflegerische Aufgaben wahr, zum Beispiel wechseln sie Verbände, führen Spülungen durch und verabreichen Medikamente nach ärztlicher Verordnung.

Darüber hinaus übernehmen sie Organisations- und Verwaltungsaufgaben wie die Ermittlung des Pflegebedarfs oder die Planung, Koordination und Dokumentation von Pflegemaßnahmen. Auch in der Qualitätssicherung und bei der Verwaltung des Arzneimittelbestandes wirken sie mit.

Ein Tag als Azubi: Pflegefachkraft
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Ein Tag als Azubi: Pflegefachkraft
SR 1-Reporterin Jessi Ziegler hat sich den Beruf der Pflegekraft im AWO Seniorenheim Marpingen zeigen lassen. Dabei hat sie eine Auszubildende kennengelernt, die großen Spaß an dem Job hat.

Die seit dem 1. Januar 2020 bestehende generalistische Pflegeausbildung ermöglicht aber nicht nur das Arbeiten im Bereich der Altenpflege, auch die Pflege von Kindern und Jugendlichen ist eine mögliche Orientierung. Die neue Pflegeausbildung soll den Beruf durch weitere Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten aufwerten und die Ausbildungsbedingungen verbessern. Auch ein Bachelor-Studium ist möglich.

Dauer der Ausbildung: 3 Jahre.

Voraussetzung: Für die Ausbildung wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Pflegeschulen wählen die Bewerber und Bewerberinnen nach eigenen Kriterien aus.

Wer sich für den Beruf interessiert, sollte über Einfühlungsvermögen und Kontaktfähigkeit (zum Beispiel im Umgang mit Patienten und Angehörigen) verfügen. Zudem sind Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (zum Beispiel beim Durchführen von Pflegemaßnahmen oder bei der Dokumentation) erforderlich.

Darüber hinaus sollte man über psychische Stabilität (zum Beispiel im Umgang mit schwer kranken oder sterbenden Patienten), eine gute körperliche Konstitution (zum Beispiel beim Umbetten von Patienten) sowie Verschwiegenheit (unter anderem beim Umgang mit Patientendaten) verfügen.

Azubis gesucht: Pflegefachfrau
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Azubis gesucht: Pflegefachfrau
Michelle macht im AWO Seniorenzentrum Marpingen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau und ist im zweiten Lehrjahr.

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Koch/Köchin

Blick in eine Lehrküche (Foto: picture alliance / dpa | Jan-Peter Kasper)

Köche und Köchinnen organisieren die Arbeitsabläufe in der Küche und stellen Speisepläne zusammen. Sie kaufen Zutaten ein, lagern sie fachgerecht, beachten dabei die Hygienevorschriften und prüfen die Lagerbestände auf Haltbarkeit. Schließlich bereiten sie die unterschiedlichsten Gerichte schmackhaft zu und richten sie schön an. Als Küchenchef teilt man auch Mitarbeiter wie das Küchenhilfspersonal ein, leitet sie an und überwacht ihre Arbeit.

Köche und Köchinnen arbeiten nicht nur in Restaurants, Hotels, Kantinen, sondern auch in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Catering-Unternehmen wie auch auf Kreuzfahrtschiffen oder in der Nahrungsmittelindustrie.

Je nach Arbeitsort ist es für Köche üblich, auch in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen zu arbeiten. Das ist normalerweise durch Schichtarbeit geregelt.

Dauer der Ausbildung: 3 Jahre

Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

Man sollte gern im Team arbeiten, denn in der Küche ist man mit vielen auf engstem Raum zusammen.

Man sollte auch gut unter Zeitdruck arbeiten können, denn in der Küche kann es schon mal stressig werden.

Man muss flexibel sein und schnell reagieren können, wenn es nicht nach Plan läuft, und auch gut mit Gästen umgehen können.

Ein Tag als Azubi: Koch
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Ein Tag als Azubi: Koch
Wie es in einer Restaurantküche zugeht, hat sich SR 1 Reporterin Jessica Schneider in Werns Mühle in Fürth genauer angeschaut.

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Medientechnologe/-in Druck

In einer Druckerei: Kontrolle der Druckbogen (Foto: picture alliance / dpa | Jan Woitas)

Medientechnologen und Medientechnologinnen Druck sind für die Herstellung von Druckerzeugnissen zuständig. Sie richten Druckmaschinen ein, bereiten Druckdaten auf, steuern und überwachen den Druckprozess wie etwa den Papierlauf und die Farbdosierung, um eine gleichbleibende Druckqualität zu gewährleisten.

Sie arbeiten meist in Druckereien an der Herstellung von Werbedrucksachen, Zeitungen, Magazinen, Büchern, Katalogen und anderen Printprodukten, können aber auch in Copyshops, bei Herstellern von Verpackungen und ähnlichem zum Einsatz kommen.

Azubis gesucht: Medientechnologen Druck
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Azubis gesucht: Medientechnologen Druck
SR 1 Reporterin Sophia Schreiber hat sich in einer Druckerei umgeschaut.

Dauer der Ausbildung: 3 Jahre

Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Als Medientechnologe/-in Druck muss man sehr präzise arbeiten und schnell reagieren können. Denn Fehler beim Druck können später beim Falten oder Binden des Produkts nicht mehr korrigiert werden.

Gute Voraussetzungen sind unter anderem technisches Verständnis (z.B. im Umgang mit den Maschinen), Sorgfalt und Genauigkeit (u.a. beim Vorbereiten und Überprüfen des Druckvorgangs) und ein guter Blick für Farben.

Außerdem sollte man keine Angst davor haben, sich schmutzig zu machen, und auch Lärm vertragen, denn in Druckereien geht es normalerweise recht laut zu.

In einer Druckerei: Überprüfung mit Fadenzähler  (Foto: IMAGO / imagebroker)

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Maschinen- und Anlagenführer/in

Maschienen- und Anlagenführer (Foto: picture alliance/dpa | Ole Spata)

Maschinen- und Anlagenführer/innen werden vor allem in der Industrie gebraucht. Sie arbeiten überwiegend in Werkstätten und Fertigungshallen. Sie überprüfen Maschinenfunktionen, steuern und überwachen Produktionsabläufe, halten die Maschinen auch instand, damit die Anlagen jederzeit einsatzbereit sind.

Azubis gesucht: Maschinen- und Anlagenführer
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Azubis gesucht: Maschinen- und Anlagenführer
Alenka geht voll in ihrem Job auf. Sie hat gerade ihre Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführerin bei SaarGummi als Saarlands Beste abgeschlossen!

Dauer der Ausbildung: 2 Jahre

Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

Ein Tag als Azubi: Maschinen- und Anlagenführerin
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Ein Tag als Azubi: Maschinen- und Anlagenführerin
SR 1 Reporterin Maureen Welter hat sich bei Saargummi in Wadern von Alenka durch das Werk führen lassen von der Mischerei bis zum Endprodukt.

Als Maschinen- und Anlagenführer/in braucht man technisches Verständnis und handwerkliches Geschick, eine gute Beobachtungsgabe (z.B. beim Überwachen der Prozesse), man muss schnell reagieren und entscheiden können (z.B. bei Störungen).

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Elektroniker/in für Automatisierungstechnik

Das Arbeitsfeld von Elektronikern und Elektronikerinnen ist breit gefächert. Als Elektroniker/in für Automatisierungstechnik kümmert man sich um die Elektronik in Automatisierungssystemen, wie Robotern, und programmiert Steuerungen und Regelungen. Man errichtet komplexe Automatisierungssysteme, ändert und erweitert sie. Man montiert und installiert Komponenten, konfiguriert und programmiert die Systeme, testet sie und nimmt sie in Betrieb.

Elektroniker/in für Automatisierungstechnik: Ein abwechslungsreicher Beruf, der Spaß macht
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Elektroniker/in für Automatisierungstechnik: Ein abwechslungsreicher Beruf, der Spaß macht
Professionell mit Legos bauen, das hat Lars Flieger schon immer Spaß gemacht. Heute arbeitet er schon seit zehn Jahren in der Firma Becker in Kirkel. Von Anfang an wusste er, dass dieser Job genau der richtige ist.

Als Elektroniker/in für Automatisierungstechnik programmiert und installiert man also unter anderem Schalt- und Steueranlagen für Maschinen wie zum Beispiel eine Steuerung für Förderbänder in der Industrie u.a.m.

Ein Tag als Azubi: Elektronikerin für Automatisierungstechnik
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Ein Tag als Azubi: Elektronikerin für Automatisierungstechnik
SR 1-Reporterin Maureen Welter hat bei der Firma Klaus Becker in Kirkel mal in die Arbeit reingeschnuppert.

Dauer der Ausbildung: 3,5 Jahre

Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hochschulreife ein.

Als Elektroniker/-in braucht man viel technisches Verständnis und eine gute Hand-Augen-Koordination (z.B. beim Einbauen von Sensoren). Darüber hinaus sind Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt sehr wichtig (z.B. bei Arbeiten an stromführenden Bauteilen und Spannungsanschlüssen oder auch bei der Sicherheitsprüfung elektrischer Anlagen). Gute Noten in Mathematik, Spaß am Werken und an Technik sowie Interesse für Informatik sollte man ebenso mitbringen.

Gearbeitet wird nicht nur in der Werkstatt, sondern auch auf Baustellen. Dort muss man dann auch schon mal gewichtig zupacken können. Nicht nur Köpfchen, sondern auch Kraft sind also in diesem Beruf gefragt.

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Dachdecker/in

Dachdecker/innen stellen Holzkonstruktionen für Dachstühle her und decken und bekleiden Dach- und Wandflächen mit Dachplatten, ‑ziegeln, ‑steinen, Schindeln oder anderen Deckwerkstoffen. Sie führen Abdichtungen an Dach- und Wandflächen, Balkonen und Terrassen sowie an Bauwerken durch, stellen Unterkonstruktionen für Außenwand-Bekleidungen her, montieren diese und gestalten Gebäude-Außenwände mit vorgehängten Fassaden-Bekleidungen.

Azubis gesucht: Dachdecker
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Azubis gesucht: Dachdecker
Es gibt Jobs die immer weniger Menschen machen wollen, aber wir brauchen sie dringend: Dachdeckerinnen und Dachdecker zum Beispiel. Unsere Reporterin Maureen Welter ist mit dem Azubi Giddion Hirth von der Dachdeckerei Engel aus Saarbrücken auf eine Baustelle gefahren, um dort eine Dachterrasse zu bauen.

Zudem bauen Dachdecker/innen Blitzschutzanlagen, Schneefangsysteme, Dachrinnen, Fallrohre, Dachflächenfenster oder Lichtkuppeln ein und installieren Solarthermie- und Fotovoltaik-Anlagen einschließlich elektrischer Komponenten und Anschlüsse auf Dächern und an Fassaden. Darüber hinaus unterstützen sie Besitzer und Eigentümer bei der energetischen Gebäude-Sanierung und führen entsprechende Maßnahmen, etwa den Einbau von Dämmschichten und Dampfsperrelementen, durch. Auch Dachbegrünungen sowie die Wartung und Instandhaltung von Dach- und Wandflächen und ihren Komponenten können zu ihren Aufgaben gehören.

Ein Tag als Azubi: Dachdeckerin
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Ein Tag als Azubi: Dachdeckerin
SR 1-Reporterin Maureen Welter hat sich als Dachdeckerin versucht. Sie war mit dem Azubi Giddion Hirth von der Firma Engel in Saarbrücken unterwegs. Mit ihm hat sie aber kein Dach gedeckt, sondern eine Dachterrasse gebaut.

Dauer der Ausbildung: 3 Jahre

Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.

Wer sich für den Beruf interessiert, sollte über eine gute körperliche Konstitution, zum Beispiel beim Heben und Tragen von Baumaterial, handwerkliches Geschick und eine gute Auge-Hand-Koordination, zum Beispiel beim Verarbeiten von Bedachungsmaterialien und Bedienen von Bauaufzügen, verfügen.

Zu den weiteren Anforderungen gehören Umsicht, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, zum Beispiel bei der Arbeit auf Leitern und Gerüsten sowie Teamfähigkeit (beim Eindecken von Dächern etc.).

Weitere Informationen:


Maler/in & Lackierer/in

Maler-Azubis bei einer Übung (Foto: picture alliance / dpa | Bernd Wüstneck)

Maler/innen und Lackierer/innen der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung gestalten, beschichten und bekleiden Innenwände, Decken, Böden und Fassaden von Gebäuden. Sie halten Objekte aus den unterschiedlichsten Materialien instand oder geben ihnen durch farbige Beschichtungen eine neue Oberfläche.

Weitere Fachrichtungen:
Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik,
Bauten- und Korrosionsschutz,
Ausbautechnik und Oberflächengestaltung,
Kirchenmalerei und Denkmalpflege

Ein Tag als Azubi: Maler und Lackierer
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Ein Tag als Azubi: Maler und Lackierer
Das Handwerk braucht dringend Nachwuchs. Viele Ausbildungsplätze sind noch frei. SR 1-Reporterin Maureen Welter hat sich als Maler- und Lackierer-Azubi versucht. Sie war mit dem Maler- und Lackierermeister Christian Harig in Saarbrücken unterwegs, um die Fassade eines Familienhauses zu streichen.

Dauer der Ausbildung: 3 Jahre

Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Auch ohne Schulabschluss ist eine Ausbildung möglich. In der Praxis stellen Betriebe meist Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.

Körperlich sollte man fit und möglichst schwindelfrei sein. Außerdem sollte man über einen guten Sinn für Design und Gestaltung verfügen.

Weitere Informationen:


Auch Thema in den Sendungen von SR 1 vom 05. bis 16.09.2022.

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