Autowäsche (Foto: pixabay (CC0))

Autowäsche - aber richtig

  22.05.2020 | 20:54 Uhr

Für die einen ist ihr Auto nur ein Gebrauchsgegenstand, der ja vom Regen immer wieder mal gewaschen wird. Andere hegen und pflegen ihr Auto und gönnen ihm jede Woche eine gründliche Wäsche. Das macht mehr Arbeit, dient aber dem Werterhalt des Wagens - wenn man ein paar Dinge beachtet.

Doch auch das schöne Wetter kann täuschen: Mancher Schmutz kann unter der Sonneneinstrahlung den Lack übel schädigen, sagt Johannes Boos vom ADAC. Auch Vogelkot, Insekten oder Baumharz sind schädlich für den Lack und sollten daher möglichst schnell beseitigt werden, rät der Experte.

Vorsichtige und sanfte Reinigung

Wichtig ist eine schonende Reinigung, so Boos, denn auch scharfe Reinigungsmittel und ungeeignete Schwämme können den Lack beschädigen. Besonders vorsichtig sollte man bei den Abdeckungen von Scheinwerfern und Leuchten sein, die sind nämlich sehr empfindlich. Denn Scheinwerfergläser sind bei modernen Autos in der Regel nicht mehr aus Glas, sondern aus Kunststoff. Und der reagiert auf manche Reinigungsmittel.

Autoreinigung (Foto: pixabay / DariuszSankowski)

Deshalb sind sanfte Reinigungsmittel generell zu bevorzugen. Wichtig ist dabei: Die Verschmutzungen erst aufweichen und dann entfernen. Denn der Schmutz kann feinste Sandpartikel enthalten, die man nicht über den Lack reiben sollte. Wenn das Aufweichen nicht zum erfolg führt, können Spezialreiniger oder Renigungsknete aus dem Fachhandel weiterhelfen. Zum Reinigen der Scheibenwischer reichen Spülmittel und Wasser dagegen völlig aus.

Keine Autowäsche vor dem Haus

Das Auto zuhause vor der Haustür zu waschen ist schon lange verboten. Wer nicht durch eine Waschstraße fahren will, kann an speziellen SB-Waschplätzen selber Hand anlegen. Aber auch dort sollte man vorsichtig sein. Mit dem Strahl des Hochdruckreinigers sollte man von allen Autoteilen mindestens 30 Zentimeter entfernt bleiben, rät Boos. Anschließend dann das Auto mit Schwamm, Autoshampoo und lauwarmem Wasser waschen.

Wer dem Auto anschließend noch eine Schicht Hartwachs gönnt, schützt den Lack zusätzlich gegen Umwelteinflüsse und Schmutz. Aber auch dabei gilt: Wachs und Politur darf man nicht in der prallen Sonne auftragen. Das könnte dem Lack schaden.


Auch Thema auf SR 1 am 23.05.2020 in der Sendung 'Dein Samstag im Saarland'.

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