ILLUSTATION: Ein Telefonhörer vor einem Plakat der Polizei mit der Aufschrift "Achtung: Hier spricht nicht die Polizei" (Foto: dpa/Martin Gerten)

Telefonbetrüger sind im Saarland wieder aktiv

mit Informationen von Patrick Wiermer   05.02.2020 | 12:10 Uhr

Sie geben sich als vermeintliche Enkel aus oder als falsche Polizisten. Telefonbetrüger sind jetzt wieder besonders im Saarland aktiv. Allein seit Freitag sind bei der Polizei 40 Hinweise eingegangen. Hinter den Betrügern stecken professionelle Banden.

Allein in diesem Jahr erbeuteten die Betrüger schon zweimal mehrere Zehntausend Euro, vor zwei Jahren gar mehr als 200.000 Euro. Der finanzielle Schaden ist für die Opfer mindestens genauso groß wie der Schock, abgezockt worden zu sein. Viele Opfer erleben auch monatelang einen wahrhaftigen Telefonterror, mit bis zu einhundert Anrufen am Tag.

Die Masche der Betrüger ist perfide. Sie geben sich als notleidende Verwandte aus, die plötzlich Geld von der Oma wollen. Oder als falsche Polizisten, die ihre Opfer mit erfundenen Geschichten dazu bringen, ihr gesamtes Erspartes abzuheben.

Telefonbetrüger - dahinter stecken professionelle Banden
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Telefonbetrüger - dahinter stecken professionelle Banden

Die Drahtzieher sitzen oft in Polen oder in der Türkei. Dort betreiben sie professionelle Callcenter, von wo aus sie ihre Komplizen in Deutschland anweisen.

Anrufe erkennen und richtig Verhalten
Wenn man einen Anruf bekommt, der verdächtig oder irgendwie komisch erscheint, sollte man schnellstmöglich auflegen, so der Rat der Polizei. Wichtig auch: die Polizei ruft niemals über die Notruf-Nummer 110 an. Außerdem fragen Behörden niemals am Telefon nach Vermögensgegenständen, so die Polizistin Mohrmann. Wer einen verdächtigen Anruf erhält sollte immer die Polizei informieren! In keinem Fall sollten jedoch persönliche Daten herausgegeben werden.

Ein Thema in der Sendung SR 1 "Dein Vormittag im Saarland" am 04.02.2020.

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