Polizeikontrollen am Saarbrücker Staden (Foto: SR)

Polizei und Ordnungskräfte wappnen sich für Ostern

  09.04.2020 | 14:29 Uhr

Am Osterwochenende wollen sicherliche viele das schöne Wetter genießen. Deshalb stellen sich Polizei und Ordnungsdienste darauf ein, an manchen Stellen eingreifen zu müssen. Im SR-Interview beschreibt Landespolizeipräsident Norbert Rupp, in welchen Fällen sie einschreiten will und wie sich die Polizei aktuell umstrukturiert hat, um diesen neuen Aufgaben gerecht zu werden.

Überall dort, wo die Menschen normalerweise gerne spazieren gehen, erwartet die Polizei an diesen Ostertagen wieder Menschenansammlungen. Dazu gehören in Saarbrücken der Staden, der Deutsch-Französischen Garten, der Bostalsee und der Losheimer Stausee. Die Polizei werde an diesen "Hotspots" alles tun, damit die derzeit geltenen Corona-Schutzverordnungen eingehalten würden, sagt Landes-Polizeipräsident Norbert Rupp.

Im Interview Polizeipräsident Rupp
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Im Interview Polizeipräsident Rupp

Kontrolle auch in kleinen Kommunen

Und nicht nur an den bekannten Hotspots werde kontrolliert, so Rupp. Man arbeite mit allen Kommunen in den Landkreisen "ganz, ganz eng und auch erfolgreich zusammen." So seien beispielsweise die Wege nach Oberlimberg abgesperrt. Der Bürgermeister befürchtet nämlich, dass trotz der Absage des traditionellen Kässchmieressen viele auf den Limberg pilgern wollen. "Zu Fuß dorthin zu kommen wird fast unmöglich sein. Es wird eine enge Kontrolle durch die Polizeibehörden geben", sagt Rupp.

Und wer überlegt, das Bedürfnis nach Geselligkeit einfach in den privaten Bereich zu verlegen: Wenn es offensichtlich sei, dass im privaten Bereich gefeiert werde, "werden wir auch dort einschreiten", sagt der Landes-Polizeipräsident.

Polizei hat sich umorganisiert

Die Kontrollmaßnahmen sind für die Polizei eine zusätzliche Aufgabe. Dazu habe man "die komplette Organisation auf den Kopf gestellt", sagt Rupp. Zurzeit gebe es nur noch vier Dienstgruppen, die strikt voneinander getrennt arbeiten. Und da es zurzeit keine Fortbildungsveranstaltungen gebe und kaum jemand im Urlaub sei, gebe es eine hohe Verfügbarkeit von Kräften. "So gewährleisten wir, dass wir mehr als doppelt so stark sind im Moment als üblicherweise." Hinzu komme, dass durch die Ausgangsbeschränkungen weniger Menschen unterwegs seien und es somit auch weniger Einsätze als üblich gebe - zum Beispiel bei Unfällen.


Auch Thema auf SR 1 am 09.04.2020 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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