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In der Freizeit Geld verdienen

  13.06.2019 | 00:00 Uhr

Endlich keine Klausuren mehr und stattdessen ausruhen! Oder doch lieber Geld verdienen? Mit einem Ferienjob kann man das Taschengeld aufbessern und gleichzeitig Erfahrungen für das zukünftige Berufsleben sammeln. Dabei gibt es jedoch ein paar Regeln zu beachten.

Wer darf einen Ferienjob annehmen?
Und worauf muss man achten?

Kinder unter 13 Jahren dürfen noch keine Ferienjobs annehmen.

  • Ferienjobs für Schüler ab 13/14 Jahren

Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz dürfen 13- bis 14-Jährige bis zu zwei Stunden pro Tag arbeiten. Und das nur zwischen 8 und 18 Uhr. Und nicht am Wochenende. Sie dürfen dabei nur kleinere Arbeiten übernehmen, wie z. B. Zeitungen oder Werbeschriften austragen.

Die Arbeit darf grundsätzlich nicht gesundheitsgefährdend sein. Die Eltern müssen auf jeden Fall zuvor ihre schriftliche Zustimmung hierzu erteilt haben.

  • Ferienjobs ab 15/16 Jahren

15- bis 17-Jährige dürfen in den Ferien bis zu acht Stunden pro Tag arbeiten, und zwar zwischen 6 und 20 Uhr, höchstens jedoch 40 Stunden in der Woche und maximal vier Wochen im Kalenderjahr. Wochenendarbeit ist nicht erlaubt. Ausnahmen gelten u.a. in der Gastronomie.

Es dürfen keine schweren Dinge getragen oder gefährliche Arbeiten ausgeführt werden. Ebenfalls unzulässig nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz sind regelmäßige Arbeiten bei Hitze, Nässe, Kälte oder Lärm. Als Arbeiten bieten sich etwa Regaleinräumen im Supermarkt, Kellnern in Cafés, Austragen von Werbeprospekten u. ä. an.

  • Ferienjobs ab 18 Jahren

Volljährige dürfen in den Schulferien wie auch neben der Schule arbeiten, da sie nicht mehr dem Jugendschutzgesetz unterliegen.


Die Grenze für kurzfristige Beschäftigungen liegt bei 70 Tagen im Jahr oder drei Monaten am Stück. Wird diese Grenze überschritten, liegt keine kurzfristige Beschäftigung mehr vor. Die Einstufung als Ferienjob ist dann ausgeschlossen.

Unabhängig von der Höhe des Verdienstes sind die kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse sozialversicherungsfrei. Es besteht nur die Pflicht, den Schüler bei der Minijobzentrale an- und abzumelden.

(Quelle: saarland.ihk.de)

Arbeitsrecht
Schüler- und Ferienjobs
Viele Schüler nehmen Ferienjobs an, um ihr Taschengeld aufzubessern. Was dabei zu beachten ist, darüber gibt die IHK in diesem Infoblatt Auskunft.


Wie finde ich einen Ferienjob?

  • Augen auf! Meistens haben saisonale Geschäfte Aushänge geschrieben. Aber auch Eigeninitiative bringt viel. Zum Beispiel kann man in Geschäften oder Gaststätten persönlich oder telefonisch nachfragen. Dabei sollte man sich vorher schon ein paar Gedanken machen: Welche Arbeit würde mir liegen? Welcher Job interessiert mich? Je nach Art des Jobs können auch neue Kontakte geknüpft und Erfahrungen gesammelt werden. Oft entstehen durch Ferienjobs Netzwerke, die man auch später gut nutzen kann.

  • Auch große Ketten vergeben oft Ferienjobs an mindestens 16-Jährige. Aber auch klassische Arbeitsagenturen oder sogar Zeitarbeitsunternehmen vor Ort kann man mit Unterstützung der Eltern aufssuchen.

  • Im Bekanntenkreis nachfragen und umsehen: Infrage kommen Verwandte oder Freunde der Eltern, die ein Unternehmen oder ein eigenes Geschäft haben.

  • In der Zeitung oder im Internet nach Ausschreibungen für Ferienjobs suchen.

Hat man endlich einen Ferienjob gefunden, rät der Deutsche Gewerkschaftsbund zu einem schriftlichen Vertrag, in dem klare Angaben zur Tätigkeit, den Arbeitszeiten und dem Lohn gemacht werden. Um sicher zu gehen, dass es sich bei dem Ferienjob um ein faires Beschäftigungsangebot handelt, sollte man mit den Eltern die Bestimmungen durchgehen.

Ferienjobs : Was habt Ihr so gemacht?
Audio
Ferienjobs : Was habt Ihr so gemacht?
Das haben wir die Saarländer gefragt.


Auch Thema auf SR 1 am 13.06.2019 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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