SOS-Kinderdorf im Saarland – damals und heute (Foto: SR)

70 Jahre SOS-Kinderdörfer

  25.04.2019 | 15:35 Uhr

Aus einer Idee ist eine Erfolgsgeschichte geworden: die SOS-Kinderdörfer. Vor 70 Jahren wollte der österreichische Medizinstudent Hermann Gmeiner verwaisten und verlassenen Kindern in der Nachkriegszeit ein neues Zuhause zu geben. Heute gibt es SOS-Kinderdörfer in der ganzen Welt, auch im Saarland.

In 134 Ländern sind mittlerweile insgesamt 550 Dörfer und mehr als 2500 andere Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Berufsausbildungsstätten entstanden. Das erste Kinderdorf wurde in Imst, Tirol gegründet. Heute gibt es ein solches Dorf auch im Saarland, in Merzig-Hilbringen. Warum die Kinder dort sind, dafür gibt es vielfältige Gründe.

Eine Gemeinsamkeit haben sie jedoch alle: In ihren Herkunftsfamilien geht es ihnen nicht gut. Im Kinderdorf leben sie in verschiedenen Häusern mit ihren Erziehern zusammen, von denen sie in Schichten betreut werden.

Die Erzieher wollen für die Kinder Bezugspersonen sein. Sie erleben mit, wie die Kinder groß werden. Ein Elternersatz sind sie allerdings nicht, denn die Beziehung zu den leiblichen Eltern bleibt bestehen. Für die Erzieher ist es wichtig, trotzdem einen gewissen Abstand zu ihrem Arbeitsplatz zu bewahren, auch wenn sich das im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die ihnen ans Herz wachsen, oft schwer gestaltet.

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"Wir leben wie eine Familie zusammen"
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"Wir leben wie eine Familie zusammen"
SR Reporterin Sarah Schött war zum Jubiläum im Kinderdorf Hilbringen und hat mit Kindern und Erziehern über ihr Leben und die Arbeit im Dorf gesprochen.


Die Geschichte der SOS-Kinderdörfer in Bildern

Bildergalerie
70 Jahre Gründung
Vor 70 Jahren legte der Österreicher Hermann Gmeiner den Grundstein für das erste SOS-Kinderdorf in Imst in Tirol. Seine Idee war es, verwaisten und verlassenen Kindern in der Nachkriegszeit ein neues Zuhause zu geben. Heute gibt es solche Dörfer in 136 Ländern. Die Geschichte der SOS-Kinderdörfer in Bildern.


Auch Thema auf SR 1 am 25.04.2019 in der Sendung 'Hallo Saarland'.

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