Tara-Louise Wittwer (Foto: Robert Paul Kothe)

Frauen zwischen Be- und Verurteilung

 

Zu Gast im 'SR 1 Abendrot-Talk' ist Tara-Louise Wittwer. Die Kulturwissenschaftlerin und Influencerin spricht mit SR 1-Moderatorin Julia Lehmann über die Rolle als Frau in der Gesellschaft.

Abendrot-Talk

Montag, 12.12.2022
20.04 - 21.00 Uhr
Julia Lehmann im Gespräch mit
Tara-Louise Wittwer
Kulturwissenschaftlerin und Influencerin

Frauen sollen nett sein, sich um die Kinder kümmern, nicht zu kurze Röcke tragen und bitte nicht zu unabhängig sein. Das klingt nicht unbedingt nach dem Jahr 2022 - aber auch heute kursieren in den sozialen Netzwerken viele Videos von selbst ernannten 'Alpha Männer'. Männer, die ein bestimmtes Frauenbild haben, das so gar nichts mit Gleichberechtigung zu tun hat.

Die Kulturwissenschaftlerin und Influencerin Tara-Louise Wittwer nimmt diese Clips humorvoll auseinander und zeigt, wie tief verankert Sexismus und Misogynie in unserer Gesellschaft sind. In Abendrot-Talk spricht sie mit SR 1-Moderatorin Julia Lehmann über ihre Rolle als Frau in der Gesellschaft - zwischen Be- und Verurteilung. Und Wittwer zeigt Wege auf, wie wir alle fairer miteinander umgehen können.


Der Abendrot-Talk als Podcast


Tara-Louise Wittwer - Dramaqueen: Frauen zwischen Beurteilung und Verurteilung (Foto: Eden Books)

Buchtipp

Tara-Louise Wittwer
Dramaqueen: Frauen zwischen Beurteilung und Verurteilung
Eden Books
17,95 Euro

Laut zu sein ist immer auch ein bisschen unangenehm, vor allem als Frau. Da wird man schnell mal als 'hysterisch' oder 'dramatisch' abgestempelt. Doch das sind nicht nur Begriffe, die von Männern genutzt werden – auch Frauen verwenden sie, um andere Frauen zu degradieren: "Ich bin nicht so wie die anderen" oder "Männer sind einfach viel weniger Drama", sind nur ein Bruchteil der Sätze, die man selbst im Jahr 2022 noch hört. Doch woran liegt das eigentlich?

In ihrem neuen Buch widmet sich die Kulturwissenschaftlerin und Influencerin Tara-Louise Wittwer der offensichtlichen und unterschwelligen Abwertung von Weiblichkeit. Sie legt offen, dass nicht nur Männer misogyn – also frauenfeindlich – handeln, sondern auch Frauen untereinander. Durch das Aufwachsen und die ständige Konditionierung in patriarchalen Strukturen hat sich Misogynie in unseren Köpfen verfestigt.

Die Aktivistin hinterfragt schonungslos ihre eigenen Verhaltensmuster und die der anderen. Sie reflektiert ihre Rolle als Frau in der Gesellschaft – zwischen Be- und Verurteilung – und zeigt Wege auf, wie wir als Frauen (und Männer!) fairer miteinander umgehen können.

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