Ein Jugendlicher mit Down-Syndrom arbeitet an der Dekupiersäge in einer Holzwerkstatt. (Foto: dpa/Daniel Karmann)

Leben mit dem Down-Syndrom

  21.03.2019 | 16:48 Uhr

Am 21. März ist Welt-Down-Syndrom-Tag. In Deutschland werden pro Jahr 1200 Kinder mit Down-Syndrom geboren. Rosemarie Bick, Vorsitzende und Gründungsmitglied des Vereins "Saar 21 Down-Syndrom" gibt Tipps, wohin sich betroffene Eltern wenden können und worauf sie achten sollen.

Ein winziger Unterschied in der DNA kann das Leben einer Familie ordentlich durcheinanderwirbeln: Im Saarland kommen jährlich zehn Kinder mit Trisomie 21, also dem Down-Syndrom, auf die Welt. Sie haben statt 46 Chromosomen 47 in jeder Zelle, Chromosom Nummer 21 liegt dreimal vor statt zweimal.

Vorurteile, Verurteilungen, Anfeindungen und menschenverachtende Sprüche diesen Menschen gegenüber gehören immer noch zum Alltag. Das liegt zum großen Teil an Fehlinformationen aus älteren Büchern.

Wenn die Diagnose "Trisomie 21" steht, werden 90 Prozent der Kinder abgetrieben. Dabei sind die Tests nicht so eindeutig. Rosemarie Bick,Vorsitzende und Gründungsmitglied des Vereins "Saar 21 Down-Syndrom Saarland" möchte aufklären, die betroffenen Eltern zum Erfahrungsaustausch anregen.

Denn gerade eine Frühförderung ist besonders wichtig. Es gibt integrative Kindergärten, die auf Kinder mit Down-Syndrom spezialisiert sind. In Grund- und Weiterführenden Schulen werden Kinder mit Trisomie 21 als Inklusivkinder in die Klassen integriert. Und nach der Schulzeit steht ihnen der Arbeitsmarkt offen. Für sie gibt es meist Beschäftigungen in speziellen Werkstätten. Zudem steigt die Lebenserwartung ständig: Menschen mit Down-Syndrom werden inzwischen über 60 Jahre alt.

Weitere Informationen zum Verein "Saar 21 Down-Syndrom Saarland e.V." und Erfahrungsberichte gibt es unter www.downsyndrom-saarland.de.

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Auch Thema auf SR 1 am 21.03.2019 in der Sendung 'Dein Vormittag im Saarland'.

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