Buchcover: Ich oben allein von Jost Kobusch (Foto: riva Verlag)

"Ich oben allein"

  11.02.2019 | 16:52 Uhr

Montag, 11.02.2019
20.04 - 21.00 Uhr
Jessica Werner im Gespräch mit
Jost Kobusch
Profi-Bergsteiger

Ohne Hilfe, ohne Sauerstoff, ohne vorgegebene Route: Der 26-jährige Jost Kobusch bezwingt die höchsten Berge der Welt solo. Minimalismus für Alpinisten. Deshalb wollte er 2015 die "Touristenpfade" des Mount Everest so weit es ging links liegen lassen und stattdessen den Lhotse besteigen. Eine Lawine riss ihn bei der Vorbereitung im Basislager jedoch fast in den Tod. Sein Handyvideo davon ging um die Welt.

Mittlerweile hat Jost Kobusch auf dem Gipfel des Annapurna Schach gespielt und 2017 als erster Mensch den Nangpai Gosum II im Himalaya bezwungen - bis dahin einer der höchsten unbestiegenen Berge der Welt.

Was treibt Jost Kobusch an? Wie bereitet der seine Expeditionen vor? Wie geht er mit Nahtoderfahrungen um? Und was plant er als Nächstes? Darüber spricht Jessica Werner mit dem Solo-Bergsteiger im Abendrot-Talk.

Aus dem Klappentext von Jost Kobuschs Buch "Ich oben allein":

Auf 8000 Metern. Ohne Sauerstoff. Ohne fremde Hilfe. Und jeder Fehler kann dich das Leben kosten.

Der Boden bebt. Menschen rennen. Eine gewaltige weiße Wolke geht auf sie nieder. Es ist der 25. April 2015, als das Everest Base Camp von einer Lawine getroffen wird und von einem Augenblick auf den anderen 18 Leben auslöscht. Der damals 22-jährige Solo-Bergsteiger Jost Kobusch hat diese dramatische Szene wagemutig mit seiner Handykamera festgehalten. Sein Video wurde auf YouTube über 23 Millionen Mal angeklickt und sogar in der »Tagesschau« gezeigt.

Aufgewachsen im Norden Deutschlands, weit entfernt von irgendwelchen Bergen, begeistert sich Jost schon von Kindheit an für das Klettern. Mit seiner Free-Solo-Besteigung der 6812 Meter hohen Ama Dablam in Nepal knackte er mit nur 21 Jahren einen Weltrekord. Im Frühjahr 2016 bezwang er schließlich den 8091 Meter hohen Annapurna-Gipfel im Himalaya. In seinem Buch erzählt der Star der jungen Solo-Bergsteiger-Szene unterhaltsam und pointiert, warum es ihn immer wieder nach oben zieht, er auf Sauerstoff und fremde Hilfe verzichtet und ihn Angst zu immer neuen Spitzenleistungen antreibt. Außerdem verrät er, warum er immer eine Cola mit im Gepäck hat und es nichts Schöneres gibt, als auf einem Achttausender Schach zu spielen.

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