Kinder sitzen auf einer Bank im Kindergarten (Foto: pixabay/tolmacho)

Kita-Betreuungsquote im Saarland sehr unterschiedlich

Parick Wiermer   08.10.2019 | 14:00 Uhr

Rund 400 Kinder mehr als im Vorjahr werden im Saarland zurzeit zur Krippe oder zur Tagesmutter gebracht. Das geht aus aktuellen Zahlen des statischen Landesamts hervor. Damit ist die Zahl der Kita-Kinder unter drei Jahren innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Landkreisen. Während zum Beispiel in St. Wendel über 40 Prozent der Kinder betreut werden, sind es im Kreis Neunkirchen nur 26 Prozent.

Im Schnitt wird im Westen Deutschlands mittlerweile jedes dritte Kind unter drei Jahren in einer Tageseinrichtung betreut. Das Saarland hinkt da etwas hinterher. Insgesamt fehlen laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft saarlandweit 4.300 Plätze. Und es gibt auch zwischen den Landkreisen große Unterschiede.

Ausbau der Krippenplätze als Ursache

Deutliche Unterschiede bei der Kita-Betreuungsquote
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Deutliche Unterschiede bei der Kita-Betreuungsquote

Eine Ursache für den großen Unterschied bei der Betreuungsquote sehen die Kreise im Ausbau der Krippenplätze. In St. Wendel habe man bereits vor zehn Jahren mit dem Neubau von Krippen begonnen, in Neunkirchen sei der Ausbau hingegen etwas schleppend verlaufen, sagte der Neunkircher Landrat Sören Meng.

Eine weitere Ursache dürfte aber auch in den Bevölkerungsstrukturen der Kreise liegen. Als eher städtischer Kreis hat Neunkirchen deutlich mehr Kinder zu versorgen als St. Wendel.

Der Kreis Neunkirchen will nun kurzfristig 200 weitere Krippenplätze schaffen, um den steigenden Bedarf zu decken.


Auch Thema auf SR 1 in der Sendung 'Hallo Saarland' am 08.10.2019.

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