The 1975 - Notes On A Conditional Form (Foto: Polydor)

The 1975 - Notes On A Conditional Form

 

Seit sieben Jahren stürmt die Indie-Band vor allem die britischen Charts. Jetzt überrascht sie auf ihrem neuen Album mit ganz neuen Sounds, die aus ihrem gewohnten Genre ausbrechen.

"Notes On A Conditional Form" ist sozusagen der zweite Teil des Vorgänger-Albums "A Brief Inquiry Into Online-Relationsships".

Die Zeit zwischen den Alben war für The 1975 sehr turbulent. Neben einer ausgedehnten Tour und einigen Preisen, die abzuholen waren, hat sich die Band schon ziemlich politisiert. Bei den BRIT Awards nahmen sie Stellung zum Thema Frauenfeinlichkeit, auf einem US-Konzert gegen ein kurz davor beschlossenes Abtreibungsverbot und bei einem Auftritt in Dubai haben sie sogar eine Gefängnisstrafe riskiert, indem sie mit Regenbogenfahne aufgetreten sind und Sänger Matthew Healy einen männlichen Fan geküsst hat. Auf Homosexualität steht dort genau genommen die Todesstrafe.

Und noch etwas ist in der Zwischenzeit passiert: The 1975 haben sich einige musikalische Gäste ins Boot geholt, unter anderem Matt Healys Vater, den Schauspieler Timothy Healy, der einen Song beigesteuert hat.

Man muss ein bisschen mutig sein, wenn man "Notes On A Conditional Form" von vorne bis hinten durchhört - die Stilbrüche sind schon echt krass. Hört man sich zum Beispiel den Song "People" an, dann scheint es, als wäre die Band jetzt zum Punk-Rock gewechselt. Doch weit gefehlt. Die Gruppe macht auf der Platte einfach alles, was man sich musikalisch so vorstellen kann: von klassich angehauchten Instrumentalnummern über dancige Songs bis hin zum Radio-Pop, den man von ihnen kennt.

Und man muss ein bisschen Zeit mitbringen: Satte 22 Songs hat die Band aufs neue Album gepackt!


Auch Thema auf SR 1 am 28.05.2020 in der Sendung 'Absolut Musik"'.

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