Hurts - Faith (Foto: sonymusic)

Hurts - Faith

  14.09.2020 | 12:03 Uhr

"Faith" ist erst seit kurzem auf dem Markt und gehört heute schon zu den Alben des Jahres. Bereits die erste Singleveröffentlichung "Voices" ließ schon die Qualität erahnen. Der Sound klingt wie von einem Atari-Computerspiel - und dann folgt die ganze Wucht.

Das Plattencover deutet schon auf eine Veränderung hin: Theo Hutchcraft und Adam Anderson haben sich - outfitmäßig - völlig verändert: lange Haare, Bart, das Jacket offen getragen - ohne Hemd, also eher leger. Es deutet sich an: "Unterkühlt", das war mal. Auf dem Album sind Songs, die ziehen dem Hörer den Boden unter den Füßen weg. Es heißt nicht umsonst "Faith". Es geht um die dunkelsten Abgründe, aber - und das ist das großartige daran - auch darum, wie man trotzdem an das Gute glauben kann.

Es ist ein Album, das Achtsamkeit zeigt. Hurts bringen uns mit "Faith" in ihre graue Seelenwelt und machen gleichzeitig 'ein Licht am Ende des Tunnels' an. Dennoch: Traurig und melancholisch geht bei ihnen immer noch. Ein paar Songs sind auch sperrig. Mainstream ist anders, aber das ist von Hurts genau so gewollt.

Die Songs sind nach dem Zusammenbruch von Songschreiber Theo nach der letzten Tour entstanden. Auch Adam Anderson war betroffen. Das Ergebnis ist eben, wieder mehr auf das Bauchgefühl wert zu legen und einfach das zu machen, was einem gerade passt. So ist wohl der Song "Fractured", der absolut zerrissen klingt, entstanden. Mit der Hymne "Darkest Hour", dem besten Song des Albums, nehmen Hurts die Fans wieder an die Hand und führen ihn 'zum Licht am Ende des Tunnels'.


Auch Thema auf SR 1 am 10.09.2020 in der Sendung 'Dein Vormittag im Saarland'.

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