Cassius - Dreems (Foto: California/Unversal)

Cassius - Dreems

 

Vor 20 Jahren startete das Projekt Cassius aus Frankreich mit "Feeling for you" so richtig in den Clubs durch. Nun gibt es ein neues Album, das aber aus traurigem Anlass auch das letzte sein wird.

Mit Daft Punk oder Stardust, später Bob Sinclar, Modjo oder auch David Guetta in seinen Anfängen war 'Cassius' ein Vertreter der Stilrichtungen der gepflegten Tanzmusik: French House. 'Cassius' - das waren Boom Bass und Philippe Zdar. Leider stimmt hier 'waren', den Philippe Zdar ist am 19. Juni tödlich verunglückt, zwei Tage vor dem Erscheinen des neuen Albums von 'Cassius', "Dreems".

Es hat schon eine gewisse Tragik. Da kommt ein frisches Album von einem Produzenten-Duo, das sich nach 20 Jahren noch einmal an neue Songs gewagt hat. Und dann der plötzliche Tod. Ein Auftritt in New York war geplant, die beiden wollten es noch mal wissen. Aber leider kam es anders.

Was 'Cassius' immer ausgemacht hat, war der Spaß an der Sache. Damit sind sie Ende der 1990er Jahre neue Wege gegangen und setzen das auch auf ihrem neuen Album "Dreems" fort. Es macht einfach gute Laune, die zwölf Songs von "Dreems" durchzuhören. Sie sind irgendwie spielerisch leicht, aber eben auch gut geschrieben und produziert, so zum Beispiel "Nothing about you" mit dem Sänger von 'Portugal': The Man, John Gourley.

Es wird wohl das letzte Album unter diesem Namen gewesen sein nach dem Tod von Philippe Zdar. Superstars wie Pharrell Williams, die Beastie Boys, Kanye West oder die französische Band 'Phoenix' haben mit ihm gearbeitet. Alles Geschichte. Insofern ist dieses Album auch etwas ganz Besonderes.


Dieses Album hat SR 1 am 18. Juli 2019 auch in der Sendung 'Absolut Musik' vorgestellt.

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