Agnes Obel - Myopia (Foto: SR)

Agnes Obel - Myopia

  02.03.2020 | 19:00 Uhr

Die dänische Singer-Songwriterin Agnes Obel hat ihr viertes Album veröffentlicht. Der Titel ist vieldeutig: 'Myopia', was 'Kurzsichtigkeit' bedeutet.

"Ich hatte Mühe, meinem eigenen Tunnelblick zu entkommen. Alles um mich herum schien meine Wahrnehmung zu verstärken. Ich wollte daher zeigen, wie es ist, in einer geistigen Verfassung gefangen zu sein mit sehr wenig Überblick - wo nur das, was man noch sehen kann, zunehmend intensiver wird", erklärt Agnes Obel, wie die Idee zum neuen Album entstanden ist. Und sie ergänzt: "Kurzsichtigkeit ist ein Stück weit notwendig, wenn man die Welt erleben und verstehen will".

Das Album ist wie ein melancholischer, epischer Soundtrack. Wenn man weiß, dass sie zu ihren Einflüssen Edgar Allan Poe und Alfred Hitchcock zählt, dazu den Fotografen Robert Mapplethorpe, den Sänger Roy Orbison und die französischen Komponisten Claude Debussy, Maurice Ravel und Erik Satie, dann versteht man sofort, warum sich Agnes Obel so anhört. Sie setzt auf dem Album 'Myopia' sogar ihre Stimme wie ein Instrument ein.

Den Song 'Broken Sleep' schrieb die Künstlerin zu einer Zeit, in der sie Mühe hatte, einzuschlafen. Auf der Suche nach einem Heilmittel begann sie über Schlafforschung und die Kulturgeschichte des Schlafs zu lesen. Da hat sie festgestellt, dass die uralte Vorstellung, dass Schlaf und Tod verwandt sind, einiges hergibt für einen Song.


Auch Thema auf SR 1 am 02.03.2020 in der Sendung 'Abendrot'.

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