Wincent Weiss (Foto: Universal Music / Marvin Ströter)

Wincent Weiss zwischen Lockdown-Life und neuem Album

  07.02.2021 | 10:23 Uhr

Pop-Star Wincent Weiss veröffentlicht Mitte Mai sein neues Album "Vielleicht Irgendwann". Es ist in der Corona-Zeit entstanden, die für Wincent insgesamt auch gute Seiten hatte: Für ihn war es eine Zeit zum Reflektieren, zum Nachdenken und um zur Ruhe zu kommen.

Das neue Album

Wincent Weiss arbeitet bereits sieben Jahre mit seinem Produzenten zusammen. Sie kennen sich also in und auswendig, und der Sänger hat auch immer viel Spaß an der Produktion. So auch jetzt. Denn die Arbeit an seinem neuen Album "Vielleicht Irgendwann" ist noch in vollem Gange: "Wir wollen es uns natürlich auch so spaßig wie möglich machen, aber wir arbeiten auch viel. Gestern habe ich ihn nachts um drei Uhr nach Hause gefahren und war um vier im Bett. Und heute geht es wohl wieder genauso lange weiter", berichtet Wincent.

Das Album soll am 14. Mai erscheinen. Es ist komplett in der Lockdown-Zeit entstanden, was für Wincent Weiß eine riesige Umstellung war: "Mein letztes Album, also das zweite, habe ich irgendwo zwischen Tür und Angel geschrieben, zwischen Festivals, und habe das im Hotelzimmer aufgenommen. Mein Produzent ist zu mir gefahren und wir haben im Hotelzimmer die wirklich finalen Aufnahmen gemacht." Diesmal dagegen konnte sich der Sänger genügend Zeit nehmen, um zu reflektieren, Dinge auszuprobieren und in Ruhe seine Texte zu schreiben.

Zwischen Lockdown-Life und neuem Album
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Zwischen Lockdown-Life und neuem Album
Wincent Weiss im SR 1-Interview

Rückbesinnung in der Corona-Zeit

Die Corona-Zeit und die Phasen der Isolation empfindet Wincent genauso wie wir wahrscheinlich alle: Ihm fehlt vor allem der Kontakt zu anderen, er vermisst es, seine Mitmenschen in den Arm nehmen zu können. Und natürlich fehlen ihm auch die Konzerte und die Live-Auftritte vor Publikum ganz besonders.

Dennoch konnte Wincent Weiß der Pandemie auch Positives abgewinnen: Er konnte sich mehr Zeit nehmen für die Familie, für seine Freunde und vor allem für sich selbst. Die plötzliche Corona-Zeit war für den Sänger wie eine Vollbremsung, nachdem seine Karriere in den letzten vier Jahren rasend schnell verlief: "Das ist eine richtige Zwangspause, die ich mir alleine nie genommen hätte. Ich fühle mich so blöd zu sagen, dass mir diese Phase echt gut getan hat. Aber neben all den wirtschaftlichen und vor allem gesundheitlichen Einschränkungen, die es gab, ist es für mich irgendwie eine selbstreparierende Phase gewesen, die ich echt dringend nötig hatte."

Wincent steckte 2019 in einer depressiven Phase und hat deshalb auch eine Therapie gemacht. Ihm ist es wichtig, offen darüber zu reden, seine Erfahrungen zu teilen und auch anderen Menschen damit Mut zu machen, sich selbst Hilfe zu holen. Vor allem sollten Depressionen und Therapien keine Tabuthemen sein: "Quatscht über alles, Leute, also mit Freunden und Familie. Wenn das nicht reicht, dann mit einer professionellen Hilfe. Das ist gar kein Tabuthema. Es ist keine Schande," appelliert der Sänger.

Hoffnungen und Wünsche

Neben den sozialen Kontakten fehlen Wincent die Konzerte am aller meisten. Ihm erscheinen seine Tour-Erfahrungen mittlerweile fast surreal und fremd, obwohl er dieses schöne Gefühl, live vor Menschen spielen zu können, vorher ganz alltäglich erleben durfte. Er hofft darauf, dass wir möglichst schnell wieder in diese Normalität zurückkehren können. Dennoch vermutet er, dass er sich an die Live-Auftritte dann erst einmal wieder wird gewöhnen müssen: "Ich werde wahrscheinlich auch bei dem ersten Konzert mit ein bisschen Vorsicht und vielleicht auch einem mulmigen Gefühl auf die Bühne gehen. Auf einmal wieder so viele Menschen zu sehen ist ja dann etwas total Ungewohntes. Ich hoffe, dass wir da wieder schnell reinkommen, dass das wieder etwas Gewohntes und Gutes wird."

Auch Thema auf SR 1 am 04.02.2021 in den Sendungen 'Hallo Saarland' und 'Absolut Musik' und am 05.02.2021 in 'Dein Morgen im Saarland.'

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