Mark Knopfler (Foto: Universal Music)

Noch ganz der Alte: Mark Knopfler

  16.01.2019 | 19:00 Uhr

Bis Mitte der 90er Jahre war Mark Knopfler Kopf der Band "Dire Straits". Das Ende der Band bedeutet für ihn jedoch nicht das Aus für seine Karriere. Als Solokünstler feiert der Musiker bis heute große Erfolge, an die er auch mit seinem neunten Album "Down The Road Wherever" anknüpfen will.

Im eigenen Tonstudio

Wenn man an Tonstudios in London denkt, hat man natürlich erst einmal die Abbey Road Studios im Kopf. Aber Mark Knopfler kommt da mit seinem Equipment locker mit. Die Räumlichkeiten seiner "British Groove Studios" sind so groß, dass auch ein ganzes Orchester Platz hätte. "In dem großen Raum werden so 50 bis 60 Musiker Platz haben. 100 würden wir nicht schaffen, aber das ist auch kein großes Problem. Wenn du 30 Streicher hast, dann kannst du sie einfach doppeln. Wenn man überhaupt so viele Streicher braucht. Das einzige was uns vielleicht von den Abbey Road Studios unterscheidet: Wir sind nicht ganz so schnell", erklärt Mark Knopfler im Interview. "Wir haben hier auch die letzten beiden Disney Musicals aufgenommen, alles im Surround Sound. Man kann hier einen modernen Klang für die Kinos produzieren, aber auch eine Aufnahme mit einer alten analogen Bandmaschine machen."

Die meisten großen Musiker haben schon im Studio von Mark Knopfler gearbeitet, von Eric Clapton bis zu den Rolling Stones. Die Warteliste ist lang. "Es kommen viele Leute in mein Studio. Das freut mich, denn dafür haben wir es ja gebaut. Es ist auch gut, ständig neue Kunden zu haben. Die sorgen dafür, dass alles rund läuft und alle Maschinen ständig benutzt werden." Die Musiker lieben es, die unterschiedliche Ausstattung zu nutzen. Zahlreiche Künstler geben sich in Knopflers Studio die Klinke in die Hand, doch er selbst taucht nicht ständig auf: "Ich störe die Leute natürlich nicht, wenn sie arbeiten. Höchstens mal, wenn ich zufällig nebenan im Studio bin. Das ist auch ein weiterer Luxus."

Erinnerungen an vergangene Zeiten

Albumcover Mark Knopfler - Down The Road Wherever (Foto: Universal Music)

Auch sein eigenes neues Album "Down The Road Wherever" hat Mark Knopfler in seinen Studios produziert. Die Stimme kennt man natürlich, die Gitarre klingt immer noch so wie damals bei den "Dire Straits", und nachdem er 1991 das letzte Studioalbum mit der Band gemacht hat, ist er mit seinem mittlerweile neunten Album noch mal ganz nah an diesem Sound gelandet. Vielleicht liegt es auch daran, dass Mark Knopfler das neue Album unter anderem mit Guy Fletcher und Danny Cummings eingespielt hat, zwei seiner ehemaligen Mitmusiker bei den "Dire Straits".

In dieser Besetzung geht es dann ab April auch wieder auf Tour, bei der er auch die alten Klassiker zum Besten geben wird: "Ich spiele die alten Sachen immer noch sehr gerne, schließlich habe ich sie ja auch geschrieben. Das sind Lieder, die für viele Menschen in ihrem Leben wichtig geworden sind. Wenn ich die Songs spiele, habe ich sofort eine Verbindung zu den Leuten. Dann hat man wieder den Geschmack von damals auf der Zunge, den Sound von früher im Kopf und die Erinnerungen an vergangene Zeiten. Vielleicht inspiriere ich damit auch noch ein paar jüngere Leute und für die anderen drehe ich so die Zeit zurück."

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