Sophie Hunger (Foto: Universal Music)

Abschied von gewohnten Klängen

  19.09.2018 | 19:00 Uhr

Seit zehn Jahren ist Sophie Hunger erfolgreich mit ihrem Singer-Songwriter-Stil mit Jazz-Einflüssen. Doch genau davon hat sie sich auf ihrem neuen Album verabschiedet. Elektronische Musik steht bei "Molecules" im Vordergrund.

Wenn ein Künstler erfolgreich ist mit seiner Musik, bleibt er normalerweise seinem Stil treu. Die Bernerin Sophie Hunger macht es genau umgekehrt. "Es war notwendig", erklärt sie im Interview. "In der anderen Sprache, das mehr klassische Songwriting, gab es Wiederholungen. Ich habe die Energie darin nicht mehr so leicht gefunden." Den Musikstil zu wechseln, war ein Wechsel zwischen zwei Sprachen. "Es hat das Feuer neu entfacht."

Die Musikerin spielt sehr gut Klavier und Gitarre, aber die Arbeit mit dem Computer war für sie eine neue Herausforderung. Um die Software zu bedienen, hat sie eine Schulung in Amerika gemacht. "Dann habe ich einfach nur Synthesizer gekauft und einfach angefangen, alles nur noch zu programmieren." Das war natürlich eine Veränderung ihres Handwerks. Doch sie hat sich der Herausforderung gestellt und Song komponiert.

Neuer minimalistischer Musikstil

Mit den ersten, fertigen Liedern ging es für Sophie nach London, denn sie wollte unbedingt ohne Band aufnehmen. Dort konnte sie den bekannten Produzenten Dan Carey für sich gewinnen. Er hat bereits für Kylie Minogue, Lily Allen und Sia Sound bearbeitet - er kennt sich aus. Zusammen mit Dan kreirte Sophie einen Sound, der auf vier musikalischen Elementen basiert: programmierte Drum Beats, Synthesizer, Stimme und Akustikgitarre. So konnte sie "dem Ganzen eine Klasse geben, die ich ohne ihn wahrscheinlich nicht erreicht hätte" und damit entwickelten die beiden Sophies neuen Musikstil Minimal Electronic Folk.


Über dieses Thema wurde auch in der SR 1 Sendung "Absolut Musik" vom 19.09.2018 berichtet.


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