Greta van Fleet (Foto: Universal Music)

"Die Energie ist im Studio regelrecht explodiert"

  05.12.2018 | 19:00 Uhr

Drei Brüder, ein Kumpel: Das ist laut Kritikern die Zukunft der Rockmusik. Sie klingen ein wenig wie ihre Vorbilder von Led Zeppelin - die Jungs von "Greta van Fleet". Die Band hat dem Classic Rock neues Leben eingehaucht und stürmt damit derzeit die Charts.

In einem kleinen Städtchen im amerikanischen Bundesstaat Michigan haben drei Brüder 2012 beschlossen eine Band zu gründen. Dazu kam ein Freund aus der High School, der das Schlagzeug übernommen hat. So nannten sie sich dann "Greta van Fleet". So ähnlich hieß eine Musikerin, die auch in der Kleinstadt gelebt hat und den Namen fanden die Jungs immer schon sehr interessant. “Greta van Fleet“ machen Rockmusik, das ist ihre Welt. Die Band hat einige Jahre ihren Sound bei Konzerten immer mehr verfeinert, bevor das erste Album veröffentlicht wurde. Kritiker haben ihre Auftritte hochgelobt und sagen, die Gruppe sei die Zukunft der Rockmusik

Musikalisch arbeiten die vier Jungs mit dem Thema Rock. Sie beziehen sich zum Teil auf die Classic Rock Stars der 60er und 70er Jahre, aber es gibt auch Bezüge aus dem Soul und aus dem Folk. So hat sich diese ganz spezielle Mischung entwickelt. Viele Künstler hatten Einfluss auf die Band vor allem britische Gruppen, die nach Amerika kamen wie die Beatles, The Who, die Rolling Stones oder Led Zeppelin. Aber auch Bob Dylan beeinflusste die Gruppe.

"Die Musik bringt sie zusammen!"

Das Debütalbum heißt "Anthem of the Peaceful Army" (deutsch: Die Hymne der Friedensarmee). Sänger Josh erklärt, warum das Album diesen Namen bekommen hat: "Ich glaube der Titel fasst schon gut zusammen, was das Album ausmacht. Es geht hier sehr oft um das Thema Natur und um die Entwicklung der Menschheit. Aber auch um die Lektionen, die wir aus der Geschichte gelernt haben. Es geht um Liebe und um Zusammenhalt, das sind unsere großen Themen. Wir haben sie immer leicht variiert aber der Titel sagt schon viel aus über die Musik, über die Personen die hier zusammen arbeiten und was wir uns für das Album vorgenommen haben."

Doch auch andere Faktoren spielten bei der Namensgebung eine Rolle, wie Gitarrist Jake erzählt: "Je mehr Shows wir spielen, umso mehr spüren wir diese kraftvolle Energie, die sich da entwickelt. Wir sehen Menschen aus allen Generationen, aus allen Ländern und Kulturen. Alle treffen sich hier aus dem gleichen Grund. Die Musik bringt sie zusammen und daraus hat sich auch der Titel "Anthem of the Peaceful Army" entwickelt. Wir sind ein Teil davon und das Publikum ist der andere Teil. Das ist wunderbar."

Die Jungs haben die Songs im Studio dann auch komplett live aufgenommen. Sie wollten sich von der Atmosphäre einfach inspirieren lassen. Trotzdem, auf der Bühne zeigt sich dann erst, was den Sound von "Greta van Fleet" so außergewöhnlich macht. Die Jungs halten es da wie ihre Vorbilder von Damals, sie lassen sich auch von dieser Live Energie tragen. "Du kannst als Komponist so einen Moment nicht zurückholen. Fünf Minuten später hätten wir wahrscheinlich einen Song geschrieben, der anders klingen würde. Es ist ein gutes Gefühl sich im Studio völlig zu isolieren und tief in das einzutauchen, was man macht"


Auch Thema auf SR 1 in der Sendung "Absolut Musik" am 05.12.2018.

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