Florence Welsh (Florence and the Machine (Foto: Universal Music)

Florence & The Machine und ihr persönlicher Sound

  18.07.2018 | 19:00 Uhr

Ihre ersten drei Alben waren alle auf Platz eins der englischen Charts. Das letzte Album erschien 2015 und das stand dann auch in Amerika auf der Spitzenposition. Bei ihrem neuen Album "High as Hope" hatte Florence and the Machine die Freiheit zu experimentieren und einen ganz persönlichen Sound zu entwickeln.

Nach den Erfolgen ihrer ersten Platten war die Band Florence and the Machine über ein Jahr auf Tour. Andere Musiker nehmen sich nach einer solchen Anstrengung erst mal eine Auszeit. Nicht so Florence Welch und ihre Band. Die Musikerin hatte bereits Ideen für eine neue Produktion. "Wenn du mit einem Album über ein Jahr lang unterwegs warst, dann kommt zwangsläufig irgendwann der Moment, an dem du etwas Neues machen willst", erklärt die Sängerin. "Gerade New York war da natürlich für einige Einflüsse verantwortlich." Dort hatte die Band die letzten Konzerte der Tour gespielt.

Florence And The Machine - High As Hope (Foto: Universal Music)

Im Studio hatte sie kreative Freiheit und konnte die Zeit nutzen, um sich musikalisch gehen zu lassen. "Ich habe einfach nur Musik für mich gemacht. Das hat sich angefühlt wie damals in den ersten Jahren, als es der reine Spaß war, Songs zu entwickeln. Ohne sich Gedanken darüber zu machen, was damit passieren soll, welche Strukturen die Musik haben sollte und was die Lieder brauchen." Zum Glück kannte sie den Tontechniker, sonst wäre der Spaß am Ende noch ziemlich teuer geworden. "Es war ein kleines und günstiges Studio, ohne großes Equipment. Das hat mir die Freiheit gegeben, mal zu experimentieren und einen ganz persönlichen Sound zu entwickeln. Nur ich und mein Techniker. Ich habe gegen Wände geschlagen und mal mehr schlecht als recht Piano gespielt, ja so hat alles angefangen."

Am Ende kamen zehn Songs auf das Album. Unter anderem auch eine Entschuldigung an ihre jüngere Schwester. "Nach den aufregenden ersten Jahren meiner Karriere wollte ich ihr damit einfach mal sagen, wie leid es mir tut, das ich nie richtig Zeit hatte, die Rolle der großen Schwester zu übernehmen."


Auch Thema in der SR 1 Sendung "Absolut Musik" vom 18.07.2018

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