Die Ärzte (Foto: Jörg Steinmetz)

DIE ÄRZTE warnen vor Schwarzmarkt-Tickets

  20.11.2019 | 00:00 Uhr

Konzertkarten an sich sind in der Regel schon keine billige Angelegenheit. Doch auf dem Schwarzmarkt kann man richtig viel Geld ausgeben, so wie jetzt z.B. für 'Ärzte'-Tickets - und schlimmstenfalls ungültige Karten bekommen. Wir sagen Euch, worauf Ihr achten solltet.

Braucht noch jemand "keine Ärzte-Tickets"?
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Braucht noch jemand "keine Ärzte-Tickets"?

Darauf haben ihre Fans acht lange Jahre warten müssen: Im November und Dezember 2020 wollen DIE ÄRZTE endlich wieder eine Reihe von Konzerten in Deutschland geben. Am 14. November 2019 wurde der Kartenvorverkauf für die "In The Ä Tonight"-Tour gestartet - und in kürzester Zeit waren alle Tickets ausverkauft.

Viele Fans sind dabei leer ausgegangen und versuchen daher, doch noch irgendwo und irgendwie an Karten zu kommen - fast zu jedem Preis. Das nutzen Schwarzmarkt-Händler aus. Denn illegal ist der Weiterverkauf von Tickets grundsätzlich nicht.

DIE ÄRZTE warnen vor Zweitmarktanbietern

Hohe Nachfrage - hoher Preis: Auf dem Schwarzmarkt werden die ÄRZTE-Tickets jetzt für horrende Summen angeboten. Auch unseriöse Anbieter versuchen auf diesem Wege ordentlich Kasse zu machen. Im schlimmsten Fall zahlt man eine Unmenge Geld und bekommt dafür auch noch ungültige Eintrittskarten.

Ärzte-Tickets auf dem Schwarzmarkt
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Ärzte-Tickets auf dem Schwarzmarkt

Deshalb Vorsicht: Auf überteuerte Preise sollte man sich gar nicht erst einlassen und auch keine Karten bei zweifelhaften Anbietern kaufen!

Auf ihrer Webseite warnen DIE ÄRZTE ihre Fans sogar:

Kauft eure Karten NICHT bei Zweitmarktanbietern wie Ticketrocket, Viagogo, Ticketbande und Konsorten. Diese Anbieter haben von uns keine Karten bekommen, es kann sich nur um Fälschungen oder ungültige Karten handeln. Diese Karten berechtigen NICHT zum Einlass vor Ort und euer Geld seht ihr wahrscheinlich auch nicht wieder!

Um den Schwarzmarkthandel einzudämmen ist es inzwischen oft üblich, maximal vier Tickets pro Käufer abzugeben. Außerdem sollen personalisierte Tickets für mehr Sicherheit sorgen. Doch bevor ein Name eingetragen wird, kann das Ticket immer wieder weiterverkauft werden.

Worauf man achten sollte

  • Die Seriösität des Anbieters - sei er Händler oder Privatperson - prüfen

Wirkt die Anzeige seriös oder will der Anbieter noch den unmöglichsten Sitz als Top-Platz verkaufen?

Welchen Grund hat der Verkäufer, seine Tickets abzugeben? Wer seine Karten schon kurz nach dem Vorverkauf loswerden will, ist meistens ein Schwarzmarkthändler.

Gibt es Warnungen der Verbraucherzentrale? Die sagen: Selbst hinter Angeboten von angeblichen Privatpersonen können sich Plattformen verbergen. Deshalb sollte man unbedingt genau hinschauen.

Tickets sollte man am besten nur bei lizenzierten Händlern kaufen. Deshalb aufgepasst! Viagogo zum Beispiel ist KEINE offizielle Ticketverkaufsstelle.

  • Ticket-Foto anschauen

Wenn möglich sollte man das Foto vom Ticket genauer unter die Lupe nehmen. Sieht es echt aus?

Ist bei einem personalisierten Ticket schon ein Name eingetragen? Dann käme man damit nicht ins Konzert. Ein seriöser privater Anbieter kann die Tickets umschreiben lassen; das geht, wenn man zum Beispiel krank geworden ist.

  • Preise vergleichen

Je stärker der Preis vom Originalticketpreis abweicht, desto misstrauischer sollte man werden.

  • Skeptisch sein

Wenn jemand Karten anbietet, die es offiziell noch gar nicht im Vorverkauf gibt, kann man davon ausgehen, dass es sich um einen Schwarzmarkthändler handelt und um so genannte Leerverkäufe, das heißt, er bietet Karten an, die er noch gar nicht hat.

Also: Augen auf beim Ticketkauf!


Auch Thema auf SR 1 am 20.11.2019 in der Sendung 'Balser & Mark. Dein Morgen'.

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