Italienische Fahne (Foto: Pixabay/temprb0)

Italiener im Saarland vor der Wahl

mit Informationen von Eva Lippold   23.09.2022 | 06:20 Uhr

Rund 15.000 wahlberechtigte Italiener leben im Saarland und sind aufgefordert ihre Stimme abzugeben. Am Sonntag wird dort eine neue Regierung gewählt. Schenkt man den Umfragen Glauben, dann steht ein Rechtsruck bereits fest. SR-Reporterin Eva Lippold hat mit Italienern an der Saar gesprochen und sie gefragt, wie sie aus Deutschland auf die Wahl schauen.

Am Sonntag wählt Italien eine neue Regierung - auch 15.000 Italiener im Saarland sind wahlberechtigt. Sie schauen mit gemischten Gefühlen auf die anstehende Wahl. Die letzten Umfragen sehen die Postfaschistin Giulia Meloni vorne. Wahlbeobachter befürchten, dass ein starkes Rechts-Bündnis an die Macht kommen könnte.

Politikverdrossenheit bei den Italienern

Die Italiener im Saarland blicken aus der Ferne auf die Wahl. Viele seien politikverdrossen, sagt die Halbitalienerin Laura. Sie ist erst vor einem Jahr ins Saarland gezogen und sieht mit Sorge auf den Rechtsruck, der Italien bevorstehen könnte. Sie wünscht sich für Italien einen Neuanfang, doch anders als viele Italiener sieht sie diesen nicht in Meloni. Obwohl sich die 34-Jährige eine Frau an der Spitze wünscht, sei die Postfaschistin für sie unwählbar.

Italiener im Saarland mit gemischten Gefühlen vor der Wahl
Audio [SR 3, Eva Lippold, 23.09.2022, Länge: 02:33 Min.]
Italiener im Saarland mit gemischten Gefühlen vor der Wahl

Ganz anders sieht das Paolo, der sich als Saar-Sizilianer bezeichnet und in Völklingen eine Event- und Werbeagentur betreibt. Auf einen Wahlsieg Melonis hofften in seinem Freundeskreis viele, berichtet Paolo. Er selbst bezeichnet sich als unpolitisch, dennoch war er auf einer Wahlkampfveranstaltung mit einem Kandidaten aus Melonis Partei - und sei überzeugt worden. Gewählt hat Paolo allerdings nicht - die Briefwahlunterlagen seien nicht angekommen.

Ein Thema in der "Guten Morgen" am 23.09.2022 auf SR 3 Saarlandwelle.

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