Das Blaulicht eines Polizeiwagens (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Zwei Automatensprengungen verhindert

  15.02.2019 | 12:23 Uhr

Unbekannte Täter haben in der Nacht versucht, Geldautomaten in Tholey-Hasborn und Berus zu sprengen. Beide Male wurden sie aber von Zeugen gestört und ergriffen die Flucht.

Gegen Mitternacht wollten mehrere Unbekannte in der Hauptstraße in Tholey-Hasborn zuschlagen. Gerade als sie dabei waren, Gasflaschen auszuladen, um den Geldautomaten der Volksbankfiliale zu sprengen, wurden sie von einem Zeugen gestört. Nach Angaben der Polizei flüchteten die Personen daraufhin in einer dunklen Limousine.

Video [aktueller bericht, 15.02.2019, Länge: 2:11 Min.]
Zwei versuchte Geldautomatensprengungen im Saarland

Zeuge stört, Unbekannte flüchten

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Wie können sich Banken gegen Automatensprengungen schützen? Dazu im SR-Interview: die Sparkassen-Verbandspräsidentin Cornelia Hoffmann-Bethscheider. Außerdem ein Blick zu den niederländischen Nachbarn, bei denen es schon vor Jahren ganze Anschlagsserien gab.

Nur wenige Stunden später, etwa gegen 04.00 Uhr, ein ähnliches Bild in Überherrn-Berus: Zwei Männer machten sich an dem Geldautomaten der Sparkasse zu schaffen. Doch auch hier kam den mutmaßlichen Tätern ein Zeuge in die Quere, als sie Gasflaschen an der Bankfiliale in der Ittersdorfer Straße deponierten. Laut Polizei flüchteten die beiden Personen mit einem dunklen Kombi in Richtung Frankreich. Vor Ort konnten die Beamten die Gasflaschen sicherstellen.

Ob die beiden Taten in Zusammenhang stehen, wird derzeit geprüft. Zeugen werden gebeten sich mit dem Kriminaldauerdienst (0681/962-2133) in Verbindung zu setzen.

Schon vier Sprengungen in diesem Jahr

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Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner, 15.02.2019, Länge: 02:04 Min.]
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Erst am Mittwoch war in Hemmersdorf ein Geldautomat in die Luft gejagt worden. Mitte Januar schlugen Täter in der Saarbrücker Innenstadt und in Merzig zu, zwei Wochen später war der Gersheimer Ortsteil Reinheim der Tatort. Ob im aktuellen Fall ein Zusammenhang zu den anderen Anschlägen besteht, von denen zwei auf das Konto einer Bande aus den Niederlanden gehen sollen, ist noch unklar.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 15.2.2019 berichtet.