Friseur Jannick Rupp aus Hülzweiler (Foto: Julia Lehmann/SR)

WM-Silber für Hülzweiler Friseur Jannick Rupp

Julia Lehmann / Onlinefassung: Axel Wagner   18.09.2019 | 16:00 Uhr

Veronique Rupp ist stolz auf ihren Sohn Jannick: Denn der 21-Jährige hat am Wochenende bei der Weltmeisterschaft der Friseure in Paris Silber geholt. Über 1000 Friseure waren angetreten, darunter gerade mal acht aus Deutschland. SR-Reporterin Julia Lehmann hat Jannick im Friseursalon Rupp in Hülzweiler besucht.

Friseur aus Hülzweiler bei WM in Paris
Audio [SR 3, Julia Lehmann, 18.09.2019, Länge: 02:29 Min.]
Friseur aus Hülzweiler bei WM in Paris

Erst am Dienstag ist Yannik zurückgekommen, und schon heute hat er wieder die Schere in der Hand. Um den Hals: die Silbermedaille. Den Sieger-Moment wird er nie mehr vergessen. „Ich hatte fünf Minuten vorher mein Jackett ausgezogen, weil es einfach so warm war und es keine Luft in der Halle gab. Plötzlich höre ich, dass die Ersten aufgerufen werden“, erinnert er sich. „Ich war einfach platt.“

Hochsteckfrisur statt pure Technik

Der Gewinnerpuppenkopf steht jetzt im Schaufenster. Eine aufwendige Hochsteckfrisur mit Glitzersteinen und schwarz-weiß gesträhnten Haaren – nicht gerade alltagstauglich, aber in der Kategorie „Gala“ geht’s auch um was anderes. „Das soll doch alles etwas pompöser und größer sein“, erklärt Rupp. „Bei den anderen aus dem deutschen Team, die dann eher Technik machen, kommt so etwas gar nicht an. Da ist alles auf klare Linien ausgerichtet. Ich mag halt schon noch ein bisschen dieses Verspielte in der Frisur.“

In der Ecke steht noch Jannicks Friseurkoffer, den er nach Paris mitgenommen hat. „Man muss Föne mit dabei haben“, erklärt er. „Man muss Wasser von zuhause und vom Training abfüllen, weil die Wasserstärke in Paris anders ist, damit man genau das gleiche Wasser in perfekter Kombination mit der Farbe hat.“

Olympia für Friseure

Ein bisschen war es wie bei den olympischen Spielen, erzählt Jannick: 1.400 Friseure aus 50 Nationen, die in einer Messehalle antreten – in Kategorien wie Technik, Schneiden oder Föhnfrisuren. Zum Abschluss haben alle zusammen gefeiert. „Dann wird man da auch von Fremden angesprochen. Auch der Taxifahrer in Paris war begeistert.“

Seine Kunden haben Jannick die Daumen gedrückt - und sind stolz auf seine Leistung. Fast ein halbes Jahr hat er sich vorbereitet. Jetzt freut Jannick sich auf die Zeit nach der WM. „Jetzt hat man wieder Zeit, man kann mal wieder in die Stadt gehen. Aber irgendwann kommt dann doch das Lächeln, so im Hintergrund, wo man sagt: Ok, Du hast es geschafft.“

Über dieses Thema hat auch die SR 3 Region am Nachmittag vom 18.09.2019 berichtet.

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