Die Morgensonne scheint hinter qualmenden Schornsteinen. (Foto: picture alliance / Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Klimawandel erreicht das Saarland

David Differdange   15.01.2020 | 15:00 Uhr

Der Klimawandel ist nach Einschätzung der Landesregierung auch im Saarland spürbar. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die am Mittwoch im Landtag behandelt wurde.

Nach Angaben der Landesregierung hat sich etwa die typische Frühsommertrockenheit zu Dürreperioden entwickelt. Waldsterben und Ernteausfälle seien die Folge. Auch die Durchschnittstemperatur sei im vergangenen Jahrhundert gestiegen. Hinzu kämen Schäden durch extreme Unwetter.

Klimaneutrale Stahlindustrie

Die Linke hatte mehrere Fragen zu den Folgen des Klimawandels eingereicht. Der Parlamentarische Geschäftsführer Jochen Flackus sagte, die Antwort der Landesregierung zeige, dass es von Seiten des Bundes erhebliche Investitionen brauche. Der Klimaschutz sei in Deutschland vor allem eine Verteilungsfrage. Umweltminister Jost (SPD) betonte, die festgestellten Entwicklungen seien Anlass Klimaschutzmaßnahmen voranzutreiben.

Der SPD-Abgeordnete Magnus Jung warb für einen Ausbau der erneuerbaren Energien. Stefan Thielen von der CDU sagte, die saarländische Stahlindustrie müsse in sämtliche Klimaschutzmaßnahmen eingebunden werden. Die AfD stellte das Ausmaß des vom Menschen verursachten Klimawandels in Frage. 

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten am 15.01.2020.

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