Eingang zu Agentur für Arbeit und Jobcenter (Foto: dpa/Jan Woitas)

Viele verlieren Minijobs durch Coronakrise

  04.09.2020 | 08:56 Uhr

Viele Minijobbende haben aufgrund der Coronakrise im Saarland ihren Minijob verloren. Das hat die Agentur für Arbeit dem SR bestätigt. Im Saarland sind davon überwiegend Frauen betroffen.

Eine konkrete Zahl konnte die Agentur für Arbeit jedoch nicht nennen. Das liege darin begründet, dass viele Minijobbende im Nebenjob auf geringfügiger Basis arbeiteten und sich daher bei Jobverlust nicht bei der Agentur meldeten.

Drei von fünf Minijobbern weiblich

Nach einer Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit ist bundesweit die Zahl der geringfügig Beschäftigten im Mai gegenüber dem Vorjahr um 383.900 Personen gesunken. Das entspricht einem Minus von 8,3 Prozent. Im Saarland hat es im vergangenen Jahr 95.850 Minijobbende gegeben. Drei von fünf Minijobbenden (59 Prozent) waren weiblich.

Gerade im Saarland sei die traditionelle Arbeitsteilung unter Paaren noch weit verbreitet. Das bedeute, der Mann sei der Hauptverdiener und die Ehefrau kümmere sich um den Zuverdienst. Die meisten Minijobbenden im Saarland arbeiten in den Bereichen Gastronomie, Einzelhandel, Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau sowie im Gesundheitswesen und in privaten Haushalten.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 04.09.2020 berichtet.

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