Mannschaftsfoto vom Drittligisten 1. FC Saarbrücken (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

FCS will unter Coach Koschinat weiter oben mitspielen

Daniel Dresen   24.07.2021 | 14:25 Uhr

Am Samstag ist der 1. FC Saarbrücken in seine zweite Drittliga-Spielzeit nach dem Wiederaufstieg gestartet. Mit vielen neuen Spielern soll unter dem ebenfalls neuen Trainer Uwe Koschinat am Ende möglichst mehr herausspringen als Rang fünf. Der erste Prüfstein für den FCS ist das Auswärtsspiel gegen den Aufsteiger TSV Havelse.

Nach dem fünften Platz als Drittliga-Aufsteiger unter Vorgänger Lukas Kwasniok liegt die Latte für FCS-Neutrainer Uwe Koschinat nicht gerade niedrig. "Wir wollen uns auf keinen Fall verschlechtern", sagte Koschinat noch beim Trainingsauftakt der Saarbrücker vor einigen Wochen. Als grobes Saisonziel gab er eine Platzierung im oberen Tabellendrittel aus.

Video [aktueller bericht, 23.07.2021, Länge: 3:03 Min.]
FCS startet am Samstag in der 3. Liga

Seit 14.00 Uhr wird es zum ersten Mal ernst für den 49-Jährigen und sein neues Team. Vor bis zu 15.000 Zuschauern treten die Blau-Schwarzen zum Saisonauftakt in der HDI-Arena in Hannover gegen den Aufsteiger TSV Havelse an. Auch 781 FCS-Fans dürfen nach Angaben der Malstatter zum Auswärtsspiel in die niedersächsische Landeshauptstadt reisen, wo die Havelser ihre Drittliga-Heimspiele austragen.

Zuletzt gegen Havelse vor mehr als 30 Jahren

Die Norddeutschen setzten sich im Juni in den Aufstiegsspielen gegen den 1. FC Schweinfurt 05 durch. Aufstiegstrainer Jan Zimmermann coacht nun den Zweitligisten Hannover 96. Neuer Coach bei Havelse ist der gebürtige Zweibrücker Rüdiger Ziehl, der bis Juni 2020 die U23 des VfL Wolfsburg trainierte. Als Spieler stand der heute 43-Jährige unter anderem beim 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag. Mit dem Drittliga-Neuling Havelse will er die Klasse halten.

"Wir treffen auf einen Gegner, der sicherlich sehr motiviert ist, aber keine richtige Vorbereitung hatte. Wir müssen Spielfreude und Tempo an den Tag legen", fordert Koschinat vor seiner Pflichtspiel-Premiere als Saarbrücker Trainer. FCS-Kapitän Manuel Zeitz erwartet ein schweres Spiel gegen den Aufsteiger, in dem die Malstatter "sofort 100 Prozent" auf den Platz bringen müssen.

Der Tabellenfünfte der vergangenen Saison muss am Samstag definitiv auf Boné Uaferro, Steven Zellner, Robin Scheu, Timo Korzuschek und Sebastian Bösel verzichten. Hinter dem Einsatz von Mittelfeldmann Alexander Groiß steht noch ein Fragezeichen.

Nur hartgesottene Anhänger der Blau-Schwarzen werden sich an das letzte Aufeinandertreffen mit dem TSV Havelse erinnern. In der Zweitliga-Saison 1990/91 gab es in Garbsen einen 2:0-Auswärtssieg für den FCS, im Ludwigspark reichte es nur für torloses Unentschieden.

Erfahrene Profis verpflichtet

Nach der vergangenen erfolgreichen Drittliga-Saison verließen den FCS zahlreiche Spieler, darunter die Leistungsträger Nicklas Shipnoski (Fortuna Düsseldorf), Marin Sverko (FC Groningen) und Anthony Barylla (Erzgebirge Aue).

Mit Stürmer Adriano Grimaldi (KFC Uerdingen) sowie den beiden Verteidigern Dominik Ernst (1. FC Magdeburg) und Dennis Erdmann (1860 München) band der FCS erfahrene Profis an sich. Insgesamt verzeichnete der FCS bis heute elf Neuzugänge. Kuriosum der Saisonvorbereitung: Der Vertrag mit dem brasilianischen Verteidiger Bruno Soares wurde kurz nach Bekanntwerden des Transfers wegen einer fehlenden Spielerlaubnis wieder aufgelöst.

Außenseiterchancen im Aufstiegsrennen

In Sachen Zweitliga-Aufstieg werden dem FCS laut einer Umfrage unter den 20 Drittliga-Trainern nur Außenseiterchancen eingeräumt. Zu den Favoriten zählen Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig, der Tabellenvierte der vergangenen Drittliga-Saison 1860 München und der in der vergangenen Saison abstiegsgefährdete 1. FC Kaiserslautern.

Neben Braunschweig und 1860 München gehört nach Meinung des FCS-Coachs Koschinat auch der 1. FC Magdeburg unter Trainer Christian Titz (ehemals FC Homburg) zu den Aufstiegskandidaten.

Ende Juli gegen Osnabrück
6400 Zuschauer dürfen zu erstem FCS-Heimspiel in den Ludwigspark
Der 1. FC Saarbrücken wird das erste Heimspiel der neuen Drittligasaison vor Publikum austragen. Beim Spiel gegen den VfL Osnabrück am 31. Juli dürfen 6400 Fans ins Stadion kommen, die entweder geimpft, genesen oder getestet sind.

Der Sportschau.de-Liveticker berichtet am Samstag ab 14.00 Uhr von der Partie. Eine Zusammenfassung zeigt die "sportarena am Samstag" um 17.30 im SR-Fernsehen.

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