Logos der Vereine TSV 1860 München und 1. FC Saarbrücken (Foto: Vwereine/Pixabay)

FCS reist mit 1300 Anhängern zum Spitzenduell

Frank Grundhever   06.11.2022 | 09:10 Uhr

Heute trifft der 1. FC Saarbrücken auswärts auf 1860 München – die zweitplatzierte Mannschaft in der Tabelle. Mit einem Sieg gegen die Löwen könnte der FCS ein Zeichen setzen. Unterstützung beim Spiel bietet die breite Fangemeinschaft, die mitreisen wird.

Zwölf Mal ist der 1. FC Saarbrücken seit 1963 in München angetreten – sechs Mal ging 1860 als Sieger vom Platz, fünf Mal endete das Duell unentschieden. Der einzige Sieg gelang vor zwei Jahren.

Diese Bilanz soll heute aufgebessert werden. Dabei kann der FCS beim mit Spannung erwarteten Spitzenduell im Kampf um den Aufstieg auf eine breite Fanunterstützung bauen.

Rückkehr von Ex-Löwe Richard Neudecker

„Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Richy. Und irgendwo vermisse ich ihn auch“, sagt Löwencoach Michael Köllner. „Dass sich die Wege getrennt haben, ist einfach auch normal im Fußballgeschäft. Wir kennen seine Stärken und Schwächen und wollen unterbinden, dass er heiß läuft“.

Der 26-jährige Mittelfeldspieler war vor der Saison von 1860 zum FCS gewechselt und gilt als „Königstransfer“ der Blau-Schwarzen. In beiden Fanlagern genießt Neudecker große Anerkennung. „Ein Sieg bei meinem Ex-Club wäre ein Meilenstein“, so Saarbrückens Neuzugang, der damit die Bedeutung des Spiels untermauert.

FCS bereitet sich auf Auswärtsspiel gegen 1860 München vor
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 05.11.2022, Länge: 04:03 Min.]
FCS bereitet sich auf Auswärtsspiel gegen 1860 München vor

Mit einem Sieg kann Saarbrücken ein Zeichen setzen

Angesichts der Tabellensituation wäre ein Dreier in München ein „Big Point“ für den FCS. Ein Erfolg beim Tabellenzweiten und selbsternannten Aufstiegskandidaten ließe die Konkurrenz aufhorchen – und der Anschluss an die Spitzengruppe bliebe gewahrt.

Ein Remis wäre für beide Teams zwar unbefriedigend, aber sicher kein Beinbruch. Eine Niederlage sollten die Saarbrücker allerdings vermeiden, wenn sie weiter im Konzert der Großen dabei bleiben wollen.

Duell der Enttäuschten

Am vergangenen Wochenende kam der FCS nicht über ein mattes 0:0 gegen Meppen hinaus. Das Team wirkt dabei uninspiriert und zu inaktiv. „Wir haben da kein gutes Spiel gemacht und müssen ganz klar erkennen, dass wir in dieser Liga immer an die Leistungsgrenze gehen müssen, um Spiele zu gewinnen“, sagt Interimscoach Rüdiger Ziehl.

Ähnlich analysierte Löwen-Trainer Köllner die überraschende 0:1-Pleite von 1860 beim Kellerkind und Liganeuling Bayreuth. Beide Clubs sprechen nun von Wiedergutmachung vor dem Spiel auf „Giesings Höhen“.

Durchwachsene Bilanz der Löwen gegen Top-Teams

1860 gewann mit 3:1 gegen Wehen Wiesbaden, verlor aber die Duelle gegen Elversberg (1:4) und Ingolstadt (1:2). Das Team von Michael Köllner tut sich offenbar schwer gegen Spitzenmannschaften.

Dabei betont der Trainer von 1860: „Es ist mir lieber, angesichts von neun Siegen, dann auch mal eine Niederlage dazwischen zu haben, als permanent unentschieden zu spielen, wie in der vergangenen Saison“. Der Blick auf die Tabelle belegt Köllners Aussage. Neun Siege stehen zwei Remis gegenüber – drei Mal verließen die Löwen den Platz ohne Punkte.

Elversberg steht Modell für den FCS

Vor zwei Monaten kassierte München eine deftige 1:4-Pleite bei der SVE. Dabei demontierte Tabellenführer Elversberg die Löwen geradezu. „Natürlich kann man sich da Aspekte raus ziehen“, sagt Saarbrückens Interimscoach Ziehl.

„Wir haben uns das angeschaut und uns Gedanken gemacht. Aber wir wollen und können nichts kopieren. Denn was wir versuchen, muss zu meiner Mannschaft passen“.

Saarbrücken wieder mit Adriano Grimaldi

„Er konnte in den letzten Tagen wieder voll mit trainieren und er wird zum Kader gehören“, sagte FC-Trainer Ziehl auf der Pressekonferenz. Damit steht nach dem Ausfall von Top-Stürmer Jacob (Kreuzbandriss) wieder eine Alternative im Sturmzentrum zur Verfügung.

Allerdings ist ein Startelfeinsatz aufgrund des Trainingsrückstandes unwahrscheinlich. Offensiv dürfte Saarbrücken mit Günther-Schmidt und Cuni beginnen. Rüdiger Ziehl erwartet allerdings kein Spektakel in den Strafräumen. „Ich denke, es wird auf Nuancen ankommen. Wir brauchen Geduld. Am Ende können ein oder zwei Aktionen das Spiel entscheiden“.

Anpfiff des Spiels ist heute – allerdings erst um 15.00 Uhr, nicht wie üblich um 14.00 Uhr.

Auf Sportschau.de können Sie das Spiel hier im Liveticker verfolgen. SR 3 berichtet ab 16.00 Uhr mit Live-Einblendungen in „Sport und Musik“, und einen Nachbericht gibt es ab 18.45 Uhr in der „sportarena“ im SR Fernsehen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 05.11.2022 berichtet.

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