Lukas Kwasniok, Trainer des 1. FC Saarbrücken (Foto: IMAGO / Eibner)

Kwasnioks letztes Heimspiel als FCS-Trainer

Daniel Dresen   13.05.2021 | 17:59 Uhr

Am Freitagabend bestreitet der 1. FC Saarbrücken sein letztes Heimspiel in der laufenden Drittligasaison gegen den abstiegsgefährdeten SV Meppen. Es ist gleichzeitig das letzte Pflichtspiel für Trainer Lukas Kwasniok im Ludwigspark - Zeit für eine vorgezogene Bilanz.

15 Siege, elf Unentschieden und zehn Niederlagen - das ist die bemerkenswerte Bilanz des Aufsteigers 1. FC Saarbrücken unter Trainer Lukas Kwasniok in der 3. Liga. Am Freitagabend (Anstoß: 19.00 Uhr) geht es gegen den SV Meppen. Die Emsländer stehen nach 36 Spieltagen auf dem letzten Nicht-Abstiegsplatz und brauchen noch dringend Punkte, damit das auch so bleibt.

Am letzten Spieltag muss der FCS noch beim FSV Zwickau ran. Sollten die Saarbrücker den bisherigen Tabellenrang fünf bis zum Saisonende verteidigen, wäre das die beste Platzierung der Blau-Schwarzen in ihrer noch jungen Drittliga-Historie (insgesamt fünf Saisons).

Gegen Spitzenteams hui, gegen Kellerkinder pfui

Trotz des Rekordstarts als Aufsteiger in der 3. Liga und meist torreichem Offensivfußball hat unter Kwasniok jedoch nicht alles geklappt. Der FCS ließ vor allem gegen Teams aus der unteren Tabellenregion Punkte liegen - beispielsweise in der Hinrunde beim kommenden Gegner Meppen (0:1) oder in zwei Derbys gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:1, 1:2).

Gegen die Spitzenteams Dynamo Dresden, Hansa Rostock, 1860 München und FC Ingolstadt kassierten die Saarbrücker hingegen nur eine Niederlage und holten insgesamt 15 Punkte aus acht Spielen.

Bei dem einen oder anderen Fan bleibt da das Gefühl, dass in dieser Saison mehr drin war, ohne dabei zu vergessen, dass der FCS vorher sechs Saisons in der viertklassigen Regionalliga verbracht hat. "Ich hoffe, dass die Menschen vor den Bildschirmen das Gefühl hatten, dass ich mir für diesen Verein und die Mannschaft den Allerwertesten aufgerissen habe", so Kwasniok in der Pressekonferenz vor seinem letzten Heimspiel.

DFB-Pokal-Halbfinale unvergessen

Auch wenn es für den Aufstieg in die 2. Liga nicht gereicht hat, hat sich Kwasniok mit dem FCS schon im Jahr 2020 in die Annalen der Fußballgeschichte eingetragen: Nach Siegen gegen den Zweitligisten Karlsruher SC und den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf zog der FCS sensationell als erster Viertligist überhaupt und als Verein nach 35 Jahren mal wieder in ein DFB-Pokal-Halbfinale ein.

Um seinen Abgang beim FCS zu krönen, muss Kwasniok mit seinem Team noch einen Makel aus der vergangenen Saison beseitigen: Damals verpasste der FCS den Einzug ins Saarlandpokal-Finale und damit die Chance auf eine erneute Teilnahme am DFB-Pokal. Das soll sich aus Sicht der Malstatter nicht wiederholen.

Am Dienstag treten die Saarbrücker wieder im Halbfinale des Saarlandpokals beim FC Homburg an (Anstoß: 17.00 Uhr, Livestream auf SR.de). Im Finale am 29. Mai wartet die SV Elversberg. Es wäre Kwasnioks letztes FCS-Pflichtspiel auf der Trainerbank, zur neuen Saison übernimmt dann Uwe Koschinat.

Eine Zusammenfassung der Partie zeigt die Sendung "aktuell um 21.45 Uhr" am 14.05.2021 im SR-Fernsehen.

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