Turnhalle von innen (Foto: SR)

Querelen im Frauenturnen

Frank Grundhever / Onlinefassung: Jessica Becker   30.08.2018 | 19:25 Uhr

Die finanziellen Probleme im Landessportverband sorgen für Konsequenzen bei den saarländischen Geräteturnerinnen. Unter anderem wird keine hauptamtliche Stelle für die Landestrainerin geschaffen trotz guter Arbeit.

Der Vorwurf an das Präsidium des saarländischen Turnerbundes: Trainerinnen werden nicht adäquat bezahlt und wandern ab. Ersatz wird nicht gesucht. Außerdem werden Trainingsstunden reduziert. So trainiert beispielsweise Nachwuchsturnerin Lara Hinsberger mittlerweile in Stuttgart. "Dadurch, dass ich mindestens 25 Trainingsstunden in der Woche brauche, brauche ich auch einen angestellten Trainer und den gab es leider nicht", erklärt die Leistungssportlerin. "Daher musste ich wechseln, damit ich mein Trainingspensum bekomme. Das wurde mir quasi aufgezwungen."

Video [aktueller bericht, 30.08.2018, Länge: 3:49 Min.]
Finanzielle Probleme des LSVS wirken sich auf Turner-Frauen aus

Keine finanziellen Möglichkeiten

Jürgen Leiner, Vizepräsident des Turnerbundes sucht nach Lösungen. "Im Moment haben wir ein Stillhalteabkommen, bis ich weiß, wie der Haushalt aussieht. Dann können wir über alles noch einmal reden - auch finanzielle Möglichkeiten. Dass wir dieses Jahr noch eine hauptamtliche Stelle für das Geräteturnen weiblich schaffen können, wird wahrscheinlich nicht möglich sein." Man könne nicht mehrere, langjährigen Trainer entlassen, um eine hauptamtliche Stelle zu schaffen. Leiner hofft, dass sich die Situation des LSVS dahingehend bessere, dass der Turnerbund in zwei bis drei Jahren den Bundeskader wieder anstoßen könne.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 30.08.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen