Sprinter Dominique Arizpe (Foto: SR)

US-Sportler trainieren in Saarbrücken

Marc Drumm / Onlinefassung: Axel Wagner   01.02.2019 | 20:19 Uhr

Leichtathleten finden an der Sportschule in Saarbrücken und mit den hier ansässigen Vereinen eine hervorragende Infrastruktur und gute Trainingsbedingungen. Das hat sich offenbar ziemlich weit herumgesprochen. Seit Neuestem trainiert beim Leichtathletikzentrum Saarbrücken (LAZ) nämlich regelmäßig eine Gruppe von Athleten der US-Airbase in Ramstein.

Von ihm war Jürgen Schneider, Trainer beim LAZ tatsächlich vom Start weg begeistert, weil er auffällt: Dominique Arizpe. „Ein kleiner junger Mann mit Haarschopf, sehr bemerkenswert. Da war ich dann doch gespannt: Was ist denn das für ein Junge?“

Sprinter Arizpe ist das größte Talent unter all den neuen Amerikanern. Einer mit schnellen Beinen und eben langen Haaren. Abschneiden? „Ich habe darüber nachgedacht, aber es ist halt kalt draußen“, sagt er.

16 Jahre ist er erst, der jüngste von mittlerweile knapp 30 Amerikanern beim LAZ – Sprinter, Weitspringer, Dreispringer – alle willkommen. „Da ist doch ein bisschen Leben in der Bude jetzt“, sagt Trainer Schneider. „Das ist ja alles ein bisschen rückläufig mit den Athleten, und das pusht natürlich schon.“

Video [aktueller bericht, 01.02.2019, Länge: 2:54 Min.]
Militärsportler der Airbase trainieren im LAZ Saarbrücken

Start zu etwas Neuem

Sie pushen, machen Spaß, haben Spaß – dreimal pro Woche springen sie aus Ramstein nach Saarbrücken. Gestartet sind sie für ihren neuen Verein schon bei den Saarlandmeisterschaften. Saisonziel der Pioniere aber sind die Militär-Weltmeisterschaften.

„Es gab noch nie ein Airbase-Leichtathletik-Team“, sagt Tylin McAdams, Bronze-Gewinner der Saarlandmeisterschaft über 60 Meter. „Bislang kamen wir einfach für ein Großereignis zusammen und fertig. Aber eine echte Mannschaft, die zusammen trainiert, gab es in unserer Geschichte noch nie.“

„Diese Zusammenkunft zwischen den Saarländern und den Amerikanern, das hat doch was“, freut sich Trainer Schneider. „Sie sind auch total integriert bei uns. Irgendwo muss man da auch einmal ein Zeichen setzen, finde ich.“

Über dieses Thema hat auch der „aktuelle bericht“ des SR Fernsehen vom 01.02.2019 berichtet.

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