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Staatsanwaltschaft befragt Zeugen

Stefan Hauch / Onlinefassung: Axel Wagner   02.08.2019 | 15:50 Uhr

Nachdem der Landessportverband über seinen Konsolidierungsberater Strafanzeige wegen des Verdachts der Untreue gestellt hat, ist am Freitag Professor Eike Emrich befragt worden. Der Leiter des Sportwissenschaftlichen Institutes der Universität Saarbrücken berichtete über die Hintergründe einer Stellenfinanzierung durch den Landessportverband.

Seit 2005 hatte der Landessportverband eine Mitarbeiterstelle im Bereich der Sportwissenschaft mit jährlich 55.000 Euro finanziert. Dieser Vertrag ist inzwischen ausgelaufen. Die Staatsanwaltschaft wird nun prüfen, ob die Stellenstiftung mit der Satzung des LSVS vereinbar ist.

Emrich nur Zeuge, kein Beschuldigter

Der Präsident des Verbandes, Adrian Zöhler, erklärte gegenüber dem SR, der Sportverband und dessen Konsolidierungsberater Michael Blank hätten dies nicht abschließend klären können und deshalb präventiv Anzeige erstattet.

Bei der Befragung wies Emrich daraufhin, dass im Rahmen der Mitarbeiterstelle ausschließlich Forschungsarbeiten mit Relevanz für den LSVS erstellt wurden. Emrich und die Staatsanwaltschaft betonten, dass der Leiter des Sportwissenschaftlichen Institutes als Zeuge und nicht als Beschuldigter geführt wird. Darüber hinaus wolle man sich nicht äußern, auch weil Emrich in einem möglichen Prozess als Gutachter bestellt werden könnte.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 02.08.2019 berichtet.

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