Landessportverband Saar (Foto: SR)

Kein Sozialplan für Ex-LSVS-Mitarbeiter

Thomas Gerber / Onlinefassung: Axel Wagner   13.05.2021 | 10:36 Uhr

Für die 44 Beschäftigten, die im Laufe des Finanzskandals und der Sanierung beim Landessportverband für das Saarland (LSVS) entlassen worden waren, wird es keinen Sozialplan geben. Das hat der Personalrat den Betroffenen dieser Tage schriftlich mitgeteilt. Die Linke will den Sportausschuss im Landtag mit dem Thema befassen.

100.000 Euro sollten unter den 44 Beschäftigten aufgeteilt werden, die im Zuge des LSVS-Finanzskandals und der anschließenden Sanierung entlassen worden waren. Einen Sozialplan soll es nicht geben. Zwar haben nach Angaben des Personalrats die allermeisten der 44 einen Anschlussjob gefunden, dies aber zu weitaus schlechteren Konditionen.

Verdienst beim LSVS zu hoch

Kein Sozialplan für Ex-LSVS-Mitarbeiter
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 14.05.2021, Länge: 03:02 Min.]
Kein Sozialplan für Ex-LSVS-Mitarbeiter

Denn spätestens seit dem Skandal ist bekannt: Beim LSVS hatte man gut teilweise zu gut verdient. In ihren neuen Jobs mussten die Ex-LSVSler in der Regel dann auch Einbußen hinnehmen, die mit den 100.000 Euro kompensiert werden sollten.

Nach drei Jahren, so der Personalrat, seien die Verhandlungen mit dem alten Präsidium und dem Sanierer Michael Blank nun gescheitert. Zusagen von damals – auch seitens der Landesregierung – würden nun nicht eingehalten. Da schriftlich nichts vereinbart worden war, haben die Betroffenen jetzt keine Möglichkeit, ihr Geld einzuklagen.

Keine schriftliche Vereinbarung

Zwar existiert ein Protokoll, in dem die 100.000 Euro erwähnt werden und das von Innenstaatssekretär Christian Seel unterzeichnet worden war. Das Ministerium jedoch erklärt sich inzwischen als „nicht zuständig“.

Die Betroffenen fühlen sich derweil von der Politik betrogen, das Geld sei ihnen öffentlich zugesagt worden. Der Linken-Abgeordnete Jochen Flackus fordert, die Zusagen einzuhalten. Dazu sei man, wenn nicht juristisch, so aber doch moralisch verpflichtet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 13.05.2021 berichtet.

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