Ironman-WM auf Hawaii. Jan Frodeno aus Deutschland fährt auf dem Rennrad. (Foto: David Pintens/BELGA/dpa)

Doch kein Ironman 2020 auf Hawaii

Anne Hilt   22.07.2020 | 13:57 Uhr

Der Ironman 2020 auf Hawaii ist wegen der Corona-Pandemie endgültig abgesagt. Die Veranstalter hatten die Weltmeisterschaft zuvor bereits von Oktober auf den Februar nächsten Jahres verschoben. Der saarländische Triathlet Jan Frodeno reagierte gelassen auf die Absage.

Kein Ironman auf Hawaii
Audio [SR 1, (c) Verena Sierra, Anne Haug, 23.07.2020, Länge: 01:16 Min.]
Kein Ironman auf Hawaii

Der Ironman auf Hawaii wird in diesem Jahr nicht stattfinden und auch nicht im kommenden Jahr nachgeholt. Nach einer Verschiebung war das Kultrennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen vom 10. Oktober für den 6. Februar 2021 neu angesetzt worden.

Titelverteidigerin Haug traurig

Video [aktueller bericht, 23.07.2020, Länge: 1:20 Min.]
Anne Haug über die Absage des Ironman

Jetzt haben die Veranstalter die Langstrecken-Weltmeisterschaft erstmals in ihrer 43-jährigen Geschichte abgesagt. Ironman-Chef Andrew Messick betonte, es sei schwer, diese Entscheidung bereits im Juli zu treffen, aber das bringe Klarheit für Athleten, Gastgeber und Partner. Der andauernde Einfluss der Pandemie mache eine Veranstaltung unmöglich.

Titelverteidigerin Anne Haug vom LAZ Saarbrücken sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Ich bin natürlich sehr traurig darüber, aber die Entscheidung ist in Anbetracht der aktuellen Situation mehr als nachvollziehbar.“

Frodeno: keine Überraschung

Jan Frodeno, ebenfalls Titelverteidiger und vom LAZ Saarbrücken, hatte die Verschiebung des Ironman bereits im Mai kritisiert. Er störte sich daran, dass es 2021 zwei Weltmeister gegeben hätte. Auf die jetzige Absage reagierte er gelassen. Es sei natürlich schade, aber bei den aktuellen Entwicklungen vor allem in den USA zu erwarten gewesen, sagte Frodeno dem Sportinformationsdienst (SID). „Eine Weltmeisterschaft ist momentan nicht durchführbar mit Athleten aus allen Kontinenten. Wir müssen einfach weiterhin noch regionaler denken und handeln.“

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 22.07.2020 berichtet.

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