Horst Hilpert  (Foto: dpa/Arne Dedert)

DFB-Chefankläger Horst Hilpert gestorben

Mit Informationen der dpa   16.10.2019 | 16:34 Uhr

Der langjährige Kontrollausschuss-Vorsitzende des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Horst Hilpert ist tot. Er starb nach Angaben seiner Familie am Dienstag im Alter von 82 Jahren in seinem Geburtsort Bexbach.

Der Saarländische Fußballverband würdigte Hilpert als einen der profiliertesten deutschen Fußballfunktionäre der letzten Jahrzehnte. In seine Amtszeit fiel der Wett- und Manipulationsskandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer – es war sein Aufsehen erregendster Fall als Chefankläger beim DFB.

Spieler wegen Schwalbe gesperrt

DFB-Chefankläger Horst Hilpert verstorben
Audio [SR 3, (c) SR, 16.10.2019, Länge: 00:40 Min.]
DFB-Chefankläger Horst Hilpert verstorben

Der Jurist hatte auch 1995 den damaligen Dortmunder Andreas Möller wegen einer Schwalbe gesperrt – ein Stück Fußballgeschichte. Hilpert meinte damals: „Ich bin sicher, die Fallsucht der Spieler hört jetzt auf.“

Der DFB und der SFV machten ihn zum Ehrenmitglied. Hilpert war 40 Jahre ehrenamtlich im Rechtsbereich des DFB, des Regionalverbandes Südwest und des Saarländischen Fußballverbandes tätig.

Langjährige Erfahrung als Jurist

Von 1992 an führte er 15 Jahre lang den Vorsitz des Kontrollausschusses. Hauptamtlich war er Präsident des Landesarbeitsgerichts des Saarlandes (1986 bis 1999) und Präsident des Saarländischen Verfassungsgerichtshofes (1986 bis 1995). Insgesamt veröffentlichte er nach Angaben des SFV sechs Bücher zum Thema Sportrecht. 2004 verlieh ihm der damalige Bundespräsident Horst Köhler das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Im November 2011 erwarb er den Doktor der Rechte mit der höchsten Auszeichnung „summa cum laude“.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 16.10.2019 berichtet.

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