Fußballspieler (Foto: pixabay/phillipkofler)

Fußballverband präzisiert Zeitstrafen-Regeln

  06.07.2022 | 10:53 Uhr

Der Saarländische Fußballverband hat seine Regelungen zur Zeitstrafe präzisiert. Damit ist eine Zeitstrafe jetzt auch ohne vorherige Verwarnung möglich. Sie ersetzt die gelb-rote Karte.

Seit vergangener Woche schon ersetzt eine zehnminütige Zeitstrafe im saarländischen Fußball die gelb-rote Karte, gültig bis zur Saarlandliga (Schröder-Liga Saar), der sechsthöchsten Spielklasse. Die Regelung wird im gesamten Aktivenbereich, also sowohl für Herren als auch für Frauen, eingeführt.

Zeitstrafe auch ohne vorherige Verwarnung

Jetzt hat der Saarländische Fußballverband (SFV) die Regelungen präzisiert. „Eine Zeitstrafe wird ausgesprochen, wenn ein bereits verwarnter Spieler ein weiteres verwarnungswürdiges Vergehen begeht, ein Spieler heftig reklamiert oder ein Spieler ein überhartes Foulspiel begeht, das noch keinen Feldverweis auf Dauer nach sich ziehen würde“, teilte Verbandsschiedsrichterobmann Volkmar Fischer mit. „Somit ist eine Zeitstrafe auch möglich, wenn ein Spieler noch nicht verwarnt wurde.“

Außerdem gilt künftig: Dezimiert sich ein Team durch eine Zeitstrafe auf weniger als sieben Spieler, muss das Spiel abgebrochen werden. Zeitstrafen können nur gegen Spieler erfolgen.

Rote Karte bleibt unverändert

Auswechselspieler, ausgewechselte Spieler und Teamoffizielle können nur mit einer gelben Karte verwarnt oder mit einem „Feldverweis auf Dauer“, also der roten Karte, bestraft werden. Auch hier ist die gelb-rote Karte nicht mehr möglich.

Die rote Karte bleibt folglich auch weiterhin unverändert bestehen. Sie gilt auch weiter für Notbremsen, brutale Spielweisen, Tätlichkeiten, Beleidigungen und andere schwere Vergehen.

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