VfL Osnabrück gegen 1. FC Saarbrücken (Foto: VfL Osnabrück / 1. FC Saarbrücken)

FCS-Abwehr soll auch in Osnabrück dicht halten

Matthew Genest-Schön   27.08.2022 | 09:11 Uhr

Der 1. FC Saarbrücken stellt derzeit die beste Defensive der Liga. Noch nie zuvor in der Geschichte der Dritten Liga blieb eine Mannschaft in den ersten fünf Spielen ohne Gegentor. Heute müssen die Saarländer zum VfL Osnabrück an die berühmte „Bremer Brücke“. Anstoß ist um 14.00 Uhr.

Saarbrückens Trainer Uwe Koschinat ist zufrieden mit dem Saisonstart. „Wir haben erneut nach fünf Spieltagen zweistellig gepunktet“, sagt er bei der Pressekonferenz vor dem Spiel beim VfL Osnabrück.

Besser als Bayern

Besonders zufrieden dürfte er dabei mit seiner Defensive sein. Der 1.FC Saarbrücken ist aktuell die einzige Profimannschaft in Deutschland, die ligaübergreifend noch kein einziges Gegentor bekommen hat. Selbst der große FC Bayern München hat in seinen fünf Bundesliga-Spielen schon einmal den Ball aus seinem eigenen Tor fischen müssen.

So gut die Abwehr des FCS bislang hält, so holprig startet die Offensive. Nur vier Treffer bislang, davon zwei per Elfmeter und einer nach einem Eckball. Aus dem Spiel heraus tut sich der FCS aber noch schwer.

Koschinat: „Sehe keine Sturmproblematik!“

Das könnte auch daran liegen, dass in Koschinats Spielidee auch die Stürmer ihren Teil zur Defensivstärke beitragen müssen. Im Spiel gegen den Ball gehen Saarbrückens Angreifer oft weite Wege, möglich, dass dadurch das letzte bisschen Energie nach vorne fehlt.

Koschinat sieht jedoch keine Sturmproblematik in seinem Team. „Das sind eher Probleme bei den Abläufen – weniger ein Individuelles.“

Vor allem nach dem Ausfall von Außenbahn-Spieler Dominik Ernst muss Koschinat das System etwas verändern. „Dodo bricht so oft auf der Seite durch. Alle Tore, die er vorbereitet, sind Stürmer-Tore“, erklärt der Trainer.

Drei Ausfälle – Scheu zurück im Kader

Neben Dominik Ernst kommt die Partie in Osnabrück auch für die noch verletzten Lukas Boeder (Innenband) und Mike Frantz (Prellung) zu früh. Alle drei haben bislang die Rechtsverteidiger-Position bei Koschinat gespielt – sowohl in der Dreier-, als auch der Viererkette.

Ersatz hat der Trainer in der vergangenen Woche wohl gefunden, wer am Samstagnachmittag auf der rechten Seite verteidigt, verriet er aber nicht.

Chaos in Osnabrück

Beim kommenden Gegner herrscht seit vergangener Woche dagegen Chaos. Nach nur fünf Punkten aus fünf Spielen muss der Verein sich einen neuen Trainer suchen. Daniel Scherning wurde aber nicht entlassen, sondern bat selbst um die Freigabe. Er wechselte in die zweite Bundesliga zu Arminia Bielefeld.

Seitdem ist der VfL nicht nur auf Form- sondern auch auf Trainersuche. Gegen den FCS wird wohl Co-Trainer Tim Danneberg auf der Bank sitzen – allerdings nur dank einer Sondergenehmigung. Ihm fehlt die nötige Trainerlizenz. Vor dem nächsten Spiel des VfL gegen Oldenburg muss also ein Nachfolger gefunden werden.

Eine Frage der Balance

Wie die Mannschaft des VfL auf die Turbulenzen der letzten Wochen reagiert, kann Koschinat nicht einschätzen. Möglich, dass so eine Situation auch eine Mannschaft zusammenschweißen kann. Der 1. FC Saarbrücken wird im Stadion an der Bremer Brücke auf jeden Fall auch gegen den sogenannten „12. Mann“ spielen.

Das enge Stadion mit seinen lauten Fans wird für eine tolle Atmosphäre sorgen. „Das wird ein absolutes Highlight“, freut sich Koschinat. Im Idealfall wird es auch ein sportlicher Höhepunkt für den FCS – mit einer weiterhin felsenfesten Abwehr und einem wiedererstarkten Angriff.

Live-Ticker bei der Sportschau

Anstoß zum Drittliga-Spiel zwischen dem 1.FC Saarbrücken und dem VfL Osnabrück ist heute um 14.00 Uhr im Stadion an der Bremer Brücke. Einen ersten Spielbericht gibt es direkt nach Abpfiff auf SR.de. Im TV zeigt der SR eine ausführliche Zusammenfassung in der „sportarena“ um 17.30 Uhr und im Anschluss auch online auf SR.de.

Außerdem gibt es auf SR3 Saarlandwelle Live-Einblendungen in den entscheidenden Phasen der Partie. Zusätzlich bietet die Sportschau noch einen Liveticker im Netz und der Sportschau App an.

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